BioNord und BioSüd: 2012 eintägig

Ein Tag oder anderthalb? Um die regionalen Fachmessen BioNord und BioSüd optimal auf die Bedürfnisse der Naturkost- und Naturwarenbranche abstimmen zu können, hatte der Veranstalter Vertreter von Ausstellern und Handel/Besuchern zu einem Branchengespräch nach Hannover eingeladen.

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Ein Tag oder anderthalb? Um die regionalen Fachmessen BioNord und BioSüd optimal auf die Bedürfnisse der Naturkost- und Naturwarenbranche abstimmen zu können, hatte der Veranstalter Vertreter von Ausstellern und Handel/Besuchern zu einem Branchengespräch nach Hannover eingeladen. Dort wurden auch die Ergebnisse der Besucher- und Ausstellerbefragung 2011 präsentiert. Das Resultat: BioNord und BioSüd werden im nächsten Jahr eintägig stattfinden.

Damit reagieren die Veranstalter auf den Wunsch zahlreicher Aussteller nach einer Entlastung. Für viele Naturkost-Akteure stehen im Herbst 2012 drei bis vier Messen an aufeinander folgenden Wochenenden an, zwei anderthalbtägige Messen seien vor diesem Hintergrund nicht machbar und auch nicht effizient. Vertreten wurde diese Position zum Beispiel von Thore Quednau, Vertriebsleitung Allos: „Wir plädieren definitiv für einen Tag pro Messe. Eine solche Konzentration auf das Wesentliche wird nach dem Feedback unseres Außendienstes auch von der Mehrheit des Fachhandels gewünscht.“ Auch Hans-Peter Zürner, Vertriebsleiter für die Marken Erntesegen und Natur Compagnie, stellt fest: „Es gehen immer mehr Besucher auf die BioSüd und BioNord. Wir würden es begrüßen, wenn sich diese Entwicklung fortsetzt. Aufgrund der gedrängten Terminsituation im nächsten Herbst plädieren wir allerdings auf jeden Fall dafür, dass BioSüd und BioNord eintägig stattfinden.“

Für ein Drittel der Aussteller, so ergab die Auswertung der Ausstellerbefragung, ist eine Verlängerung der regionalen Fachmessen um einen halben Tag, wie dieses Jahr in Hannover erstmals getestet, durchaus denkbar und wünschenswert: „Wir waren mit der BioNord 2011 sehr zufrieden und sind für eine Beibehaltung der anderthalb Tage“, so Michaela Falkenhagen, Außendienstleitung Nord & Key Account bei der Laverana GmbH & Co. KG. Dirk Stange, Gebietsverkaufsleiter Nord bei der Logocos AG, ergänzt: „Auf der BioNord war es natürlich am Samstag ruhiger am Stand, dafür hatten wir qualitativ sehr hochwertige Kontakte und intensive Gespräche, die am gedrängten Sonntag so nicht möglich gewesen wären.“ Elke Bartussek, zuständig für Marketing beim Großhandel Naturkost Elkershausen, wünscht sich ebenfalls den zusätzlichen halben Tag: „2010 war die Halle definitiv zu voll. Wir wünschen uns den zusätzlichen halben Tag sowohl zur Entzerrung, als auch um selber Termine wahrzunehmen.“

Für einen zusätzlichen Messetag sind auch 54% der Besucher der BioNord, die vom Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) Einzelhandel e.V. befragt wurden. „Ich bin überzeugt davon, dass eine Messedauer von anderthalb Tagen richtig ist, da sie der Qualität der Veranstaltung unmittelbar zugute kommt. Selbstverständlich sollte ein Messebesuch effizient geplant werden, aber neben dem Besuch der bekannten Hersteller muss auch Zeit für die Entdeckung neuer, insbesondere kleiner regionaler Anbieter sein. Ebenso sollten die Besucher nach einer anstrengenden Arbeitswoche im Laden auch einmal durchatmen können. Diesen Bedürfnissen ist an nur einem Tag kaum nachzukommen“, kommentiert Harald Wurm, Vorstand des BNN EH, der auch Schirmherr beider Messen ist.

Einen neuen Aspekt brachte Stephan Brandmeier, Verkaufsleiter bei Topas, in die Diskussion: „Wir glauben nicht, dass eine Ausweitung auf anderthalb Tage für BioSüd und BioNord sinnvoll ist. Stattdessen sollte man aber ernsthaft über eine dritte Veranstaltung nachdenken, die Fachbesucher im Raum Köln, Bonn und Ruhrgebiet erreicht.“

Die schwierige Terminsituation im Herbst 2012 und die Tatsache, dass die Befürworter der eintägigen Veranstaltungen zwei Drittel der Aussteller repräsentiere, gab letztlich den Ausschlag für die Entscheidung. „Es geht nicht darum, jetzt ein Konzept um jeden Preis durchzudrücken, sondern den Bedürfnissen der Beteiligten optimal gerecht zu werden“, so Wolfram Müller vom Veranstalter-Team. Einig waren sich alle Teilnehmer der Gesprächsrunde darüber, dass BioNord und BioSüd sich zu wichtigen Branchenereignissen entwickelt haben, die entsprechend weiterentwickelt werden sollen. „Auf BioSüd und BioNord treffen wir definitiv unsere wichtigen Kunden. Wir wünschen uns kompakte Veranstaltungen an je einem Tag, dafür werden wir gerne auch in Zukunft dabei sein“, kündigt Heike Kirsten, Marketingleiterin Rapunzel, an. „Stand heute halten wir je einen Messetag für BioSüd und BioNord noch für ausreichend. In Zukunft könnte das möglicherweise anders sein, das muss man dann anhand der tatsächlichen Entwicklung beurteilen“, fasst Christoph Gerhard, Vertriebsleiter Lebensbaum, zusammen. Alle Beteiligten lobten den intensiven und offenen Austausch als Auftakt für eine konstruktive Entwicklung 2012.

Termine 2012
BioNord Hannover, Sonntag, 9. September
BioSüd Augsburg, Sonntag, 16. September

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