BGL: Neue "Innenstadtstrategie"

Nach der jetzt vorgelegten "Innenstadtstrategie" des Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) ist die klimagerechte Gestaltung der Städte eine drängende Aufgabe.

Grünflächen sind gerade in Zeiten des Abstandhaltens als Ausgleich für die Menschen unverzichtbar. Bild: GABOT.

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Eine gut ausgebaute grün-blaue Infrastruktur, mehr Dach- und Fassadenbegrünung und Entsiegelung seien von zentraler Bedeutung. Zudem seien Grünflächen gerade in Zeiten des Abstandhaltens als Ausgleich für die Menschen unverzichtbar. Grün ermögliche ein gutes und gesundes Leben in der Stadt, so das BMI-Papier. Dass dies auch von der Bevölkerung so gesehen wird, zeigt die im Frühjahr im Auftrag des BGL durchgeführte forsa-Studie zum urbanen Grün.

BGL-Vizepräsident Jan Paul kommentiert: „Mit der Innenstadtstrategie betont das BMI die Notwendigkeit und die vielen positiven Wirkungen von Grün- und Freiräumen und des Gebäudegrüns. Für deren Ausbau und nachhaltige Pflege macht sich der BGL seit langem auch auf Bundesebene stark. Ich freue mich, dass unser Engagement für mehr lebendiges Grün Früchte trägt. Die Klimaanpassung von Städten und Gemeinden ist heute eine der politischen Prioritäten.

Die Abgeordneten des nächsten Bundestags und die künftige Bundesregierung müssen nach der Wahl die Erkenntnisse der Innenstadtstrategie umsetzen und weiterentwickeln. Die Kommunen brauchen für wirksame Investitionen in ihre grün-blaue Infrastruktur Planungssicherheit und - besonders in diesen Zeiten - umfassende Unterstützung des Bundes und der Länder. Deshalb erwarten wir, dass das Förderprogramm in der kommenden Legislaturperiode zügig realisiert wird.“

Unterlegt wird die neue Strategie mit einem Förderprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“. Städte und Gemeinden sind bis zum 17.09.2021 aufgerufen, ihre Projektvorschläge beim Bundesinstitut für Stadt- und Raumforschung (BBSR) einzureichen. Das BMI stellt dafür ein Fördervolumen von 250 Mio. Euro bis 2024 bereit. Auf Grund der nahenden Bundestagswahl stehen die Mittel noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des zukünftigen Haushaltsgesetzgebers. (BGL)

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