Bestäubung durch Honigbienen in Frage gestellt?

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Die Bestäubung der Obstkulturen ist nicht ausreichend gesichert.Münster (LK). In Gärten und Obstwiesen stehen die Kirschbäume in Blüte. Auf dem Lande leuchten gelbe Rapsflächen. Ein Heer von Bienen muss bereitstehen, sollen diese Kulturen reichen Ertrag bringen. Die Imker wandern derzeit gezielt Rapsfelder und Obstplantagen an, doch leider gibt es immer weniger Bienenvölker, teilt die Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe mit.

 

Allein in den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der Völker in Westfalen-Lippe um fast 25 Prozent gesunken. Es ist zu befürchten, daß es bald nicht nur für landwirtschaftliche Kulturen an Bestäubern mangelt.

 

In Westfalen-Lippe betreuen 6.000 Imker 42.000 Bienenvölker. Die meisten Imker halten weniger als sieben Völker. Ihren Bienenstand haben sie meist in direkter Nähe zu ihrem Wohnsitz. So ist die Bienendichte in den Ballungszentren Ruhr-Lippe mit 3,8 Bienenvölkern je Quadratkilometer deutlich höher als auf dem Lande, wo z.B. im Kreis Coesfeld nur 0,9 Völker gezählt werden.

 

Die Bienen haben im Winter von ihren Vorräten gezehrt. Nun müssen die Vorratstöpfe wieder aufgefüllt werden. Die Völker benötigen Blütenstaub und Nektar, um die alten Winterbienen durch junge Sommerbienen ersetzen zu können. Die kalte und regnerische Witterung hat die Bienen am Ausflug gehindert und bremste die Frühjahrsentwicklung. So ist die Bestäubung der Obstkulturen nicht ausreichend gesichert.

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