Beetpflanzensaison: Mit gutem Beispiel voran

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Wenn die Temperaturen an ein, zwei Tagen die 20 Grad-Marke erreichen, möchten die Menschen Kästen, Kübel und Beete mit Sommerblühern bepflanzen. Je nach Witterung beginnt der Run auf diese Pflanzen bereits Mitte bis Ende April. Da hilft auch kein warnendes gärtnerisches Wort, doch bitte die Eisheiligen, den möglichen Kälteeinbruch Mitte Mai, abzuwarten. Wenn es warm wird, kommen die Kunden und wollen ihre Sommerpflanzen kaufen. Wer sich da nicht rechtzeitig mit Ware eingedeckt hat, wer mit seiner Eigenproduktion noch nicht ganz so weit ist, muss erleben, dass seine Kunden postwendend zu Konkurrenz gehen.

 

Was natürlich schade ist, denn das Geschäft mit Beet-, Balkon- und Kübelpflanzen ist durchaus lukrativ. Und das nicht nur für Betriebe, die über ausreichend Freiflächen im Innen- und Außenbereich verfügen, sondern auch für kleine Stadtgeschäfte. Wobei man im Citybereich schon aus Platzgründen sicherlich Pelargonien, Petunien, Tagetes und Co. nicht kistenweise anbieten kann. Dort wird man sein Angebot auf besondere Spezialitäten, etwa schöne Ampel- und Kübelpflanzen oder Hanging Baskets ausrichten.

 

Nutzen sollte man auch die Bequemlichkeit vieler Menschen. Einige Betriebe bieten beispielsweise einen Bepflanzungsservice vor Ort an. Das bedeutet, dass der Kunde seine Kästen oder Kübel nicht ins Geschäft bringt und gegebenenfalls bepflanzt wieder abholen muss. Alles wird direkt auf dem Balkon, der Terrasse oder im Garten des Auftraggebers erledigt. Diesen Convenience-Service kann nicht nur die Endverkaufsgärtnerei oder das Gartencenter, sondern gerade auch das kleine Stadtgeschäft anbieten.

 

Pflanzware jeglicher Art sollte - wenn es irgend möglich ist - draußen vor dem Geschäft präsentiert werden. Die Ware leidet im Innenraum und verliert ihre attraktive Optik. Das farbintensive, blütenreiche Angebot lockt Menschen an und senkt die Hemmschwelle, das Geschäft zu betreten. Wobei eine offene Tür gerade bei kleinen Verkaufsräumen ausgesprochen hilfreich, weil zusätzlich einladend ist.

 

Doch bitte aufpassen: In vielen Städten und Gemeinden sind die Gebühren für die Nutzung von Freiflächen seit vergangenem Jahr erheblich gestiegen. Hier muss dann genau gerechnet werden, ob sich diese Investition auch wirklich lohnt.

 

Wer Beet-, Balkon- und Kübelpflanzen Gewinn bringend verkaufen möchte, sollte mit gutem Beispiel voran gehen und sein unmittelbares Umfeld für eine aufmerksamkeitsstarke blumige Dekoration nutzen. Die eigene Fassade kann ein prima Aushängeschild sein, wenn sie mit bepflanzten Kästen geschmückt ist, die dann aber auch die gesamte Saison gepflegt werden. Üppig wachsende Pflanzen sind die beste Werbung! Und sprechen Sie doch mal mit Ihren unmittelbaren Nachbarn über eine günstige Balkon- oder Geschäftsdekoration. Blumige Hingucker sorgen für viel Aufmerksamkeit und bieten einen zusätzlichen nicht zu unterschätzenden Kaufanreiz.

 

Kai Jentsch, Marktblatt Blumengrossmarkt-HH

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