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Außergewöhliche Pflanzen: Oldenburger Gartentage vom 6. bis 8. März
Ein großer Garten-Trend ist die Selbstversorgung in Form des Anbaus „kleiner Kostbarkeiten“, zudem sind spannende, exotische Pflanzen aktuell sehr gefragt. Als eine der größten Fachmessen im Nordwesten nehmen die Oldenburger Gartentage 2015 diese Themen auf – und präsentieren magische Hortensien, delikate Papageienblumen oder Hochbeete mit „Fußbodenheizung“. Die bunte Messe für grüne Lebensart in den Weser-Ems-Hallen steigt von Freitag bis Sonntag, 6. bis 8. März, erstmals mit kompakteren Öffnungszeiten von 10 bis 17 Uhr an allen drei Tagen.
Praktisches, Exotisches, Informatives
Bei den Veranstaltungen in den vergangenen beiden Jahren hat das Projektteam um Sonja Hobbie und Swenja Kanna intensiv Besucherwünsche ergründet. Ergebnis: Das Publikum erwartet von einer Gartenmesse praktische Anregungen, außergewöhnliche Pflanzen sowie fundierte Antworten auf individuelle Fragen. Entsprechend dieser Analyse wurden die 70 Aussteller ausgewählt, die ihre Stände auf 6500 Quadratmetern in zwei Hallen aufbauen: „Überall finden die Besucher Praktisches, Exotisches oder Informatives“, sagt Swenja Kanna, „und manchmal auch alles zusammen.“ Gutes Beispiel: Michael Reinecke, Inhaber der Online-Gärtnerei bluetenkosmos.de. Er bringt die exotische Papageienblume mit, die auch für den Salat geeignet ist: „Die Blüte hat eine Konsistenz wie eine Paprika und beinhaltet süßen Nektar“, sagt der Fachmann. Ob des wunderbaren Geschmacks könnte die alternative Bezeichnung für die Pflanze kaum passender sein: „Niam-Niam!“ Zudem stellt Reinecke „Arbutus Unedo“ vor, den westlichen Erdbeerbaum, der ganzjährig auspflanzbar ist und erdbeergroße Früchte trägt, die für Marmelade oder Liköre genutzt werden können.
Hortensien blühen gut sechs Monate
Zu den botanischen Besonderheiten am Stand des Pflanzencenters Warnken (Wardenburg) zählen Hortensien aus der „Magical-Collection“, die laut Fachfrau Andrea Lohmann bis zu 200 Tage pro Jahr blühen! Und das in verschiedenen Farben: „Eine Sorte leuchtet im Frühjahr hellrosa und dann bis in den Spätherbst erst dunkelrosa, dann grün und schließlich weiß.“ Als weitere Blumen-Neuheit auf der Messe stellt Warnken Bloombux vor, eine 50 bis 80 cm hohe Rhododendren-Art, die hellweiß blüht und sehr widerstandsfähig ist. „Zudem wollen wir den Besuchern die Wichtigkeit von Stauden für Bienen und Schmetterlinge vor Augen führen“, erläutert Lohmann. Schließlich sei der Rückgang der Bienenpopulation ein ernstes Problem. Viele Gärtner seien auf diesem Feld sehr aktiv und werben bei ihren Kunden für den Anbau von Pflanzen, die von Bienen angeflogen werden können, zum Beispiel Salbei oder Glockenblumen.
Bis zu drei Ernten pro Jahr
Unter Gartenbesitzern sehr angesagt sind derzeit Hochbeete, wie Michael Seidler (SeDo, Schwanewede) sie in Größen bis zu 2,50 x 1,20 m anbietet. Ein Grund für die Beliebtheit ist das „Prinzip Fußbodenheizung“, das Selbstversorgern in die Karten spielt: „Durch den Schichtaufbau herrschen im Inneren höhere Temperaturen, die das Wachstum der Pflanzen anregen“, erklärt der Aussteller. „Wer hier Gemüse anbaut, kann bis zu drei Mal im Jahr ernten.“ Weitere Vorteile seien die Möglichkeit, im Hochbeet Rasenschnitt zu verarbeiten, sowie der Komfort, sich beim Gärtnern nicht bücken zu müssen. Und nicht zuletzt sind Hochbeete laut Seidler „echte Hingucker“, vor allem wenn sie aus Naturhölzern wie der rotschimmernden Douglasie gebaut sind.
36 Experten-Vorträge an drei Tagen
Das Vortragsprogramm der Oldenburger Gartentage ist mit 36 Referaten an drei Tagen opulent wie nie. Eingeladen hat das Projektteam ausgewiesene Fachleute wie Dipl.-Ing-Landschaftsplanerin Karin Schelcher, die zweimal pro Messetag den Vortrag „Frühjahr – Neubeginn! Bringen Sie dauerhaft Qualität in Ihren Garten“ halten wird. „Eine Ordnung aus Wegen, Plätzen oder Pergola sorgen für Balance, Bäume und Sträucher geben einem Garten Tiefe, Wasser und Gräser können ihn beleben“, gibt die Gartenarchitektin einen Eindruck, worüber sie berichten wird.
Ferner widmet sich Heinrich Beltz von der Niedersächsischen Gartenakademie „Bezaubernden Formgehölzen“, zeichnet seine Kollegin Mechthild Ahlers ein Porträt des Jahreszeitengartens unter dem schönen Titel „Es wird durchgeblüht“, spricht Garten- und Landschaftsbauer Bernd Hestermeyer über „Kleine Gärten, große Wirkung: Wie man den vorhandenen Platz optimal nutzt“. (Komplettes Vortragsprogramm siehe unten).
„Pflanzendoktor“ und „Torffrau“ warten auf Fragen
Und auch die Aussteller selbst stehen an ihren Ständen für Fachgespräche bereit. Papageienblumen-Aussteller Reinecke nennt sich beispielsweise augenzwinkernd „Pflanzendoktor“ und will mit „Fragen rund um Kübelpflanzen gelöchert“ werden. Der Bezirksverband der Gartenfreunde Oldenburger-Ammerland klärt über essbare Blüten auf und bietet Kostproben in Form kandierter Rosen oder Veilchen an. Die Raiffeisenwaren-Genossenschaft Ammerland-Ostfriesland analysiert vor Ort von den Besuchern mitgebrachte Bodenproben. Und „Torffrau“ Ingrid Reinkemeyer (Diepenau) will die Messebesucher für die wichtige „Harmonisierung des Bodens“ sensibilisieren – „denn die Basis jeder guten Pflanze liegt nun einmal in den Wurzeln“, so die Torffrau.
Eintrittspreise und Web
- Tageskarte: 6 Euro
- Über NWZ-Card ermäßigte Tageskarte: 5 Euro
- Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre in Begleitung Erwachsener: freier Eintritt
Kurz vor Start der Messe können die Ausstellerliste und das Rahmenprogramm eingesehen werden unter www.weser-ems-halle.de/tickets/oldenburger-gartentage-2015

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