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38. Gartenbauwissenschaftliche Tagung in der Fachhochschule Osnabrück eröffnet
"Gartenbau für Gesundheit und Wohlbefinden", unter diesem Rahmenthema stand der Eröffnungstag der 38. Gartenbauwissenschaftliche Tagung, die gestern vom Präsidenten der Gesellschaft, Prof. Dr. Manfred Schenk, in der Fachhochschule Osnabrück eröffnet wurde.Schenk machte in seiner Rede deutlich,
dass sich die Wissenschaftler im Gartenbau schon länger mit diesem interessanten und besonders aktuellem Thema der Qualität von Gartenbauprodukten und deren Auswirkung auf die Gesundheit des Menschen beschäftigen.
Der Präsident der Fachhochschule, Prof. Dr. Erhard Mielenhausen, dankte dem DGG Präsidenten und
den Wissenschaftlern dafür, dass die Tagung in Osnabrück stattfinde und wies darauf hin, dass auch die Fachbereiche Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur der Fachhochschule zu diesem Thema Beiträge in Forschung, Lehre und auf der Tagung beisteuern würden. An der Tagung mit fast 300 Gästen nehmen auch Wissenschaftler aus England, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, der Schweiz und den USA teil.
Prof. Dr. Günther Wolfram vom Institut für Ernährungswissenschaften der TU München stellte in seinem Vortrag den engen Zusammenhang zwischen Ernährung und Gesundheit des Menschen heraus. Ein sehr wichtiger Risikofaktor sei das Übergewicht, das sowohl Herz-Kreislaufkrankheiten als auch die Entstehung von Krebs begünstigen würde. Zur Vermeidung dieser Krankheiten sei bei ausreichender Fitness die Energiezufuhr zu begrenzen. Es sollten daher vom Menschen bei seiner Ernährung ausreichende Mengen an Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen, Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen aufgenommen werden. Besonders zahlreiche Sorten von Gemüse und Obst aus heimischer Produktion könnten dazu einen Beitrag leisten. Ausdruck der wissenschaftlichen Erkenntnis sei die auch von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung mitgetragene Kampagne "5 am Tag" gegen Krebs, d. h. in fünf Mahlzeiten am Tag solle Gemüse und /oder Obst enthalten sein.
Welche Inhaltsstoffe für die gesundheitsfördernde Wirkung der Lebensmittel Obst, Gemüse und Vollkorn verantwortlich sind, werde gegenwärtig intensiv untersucht, legte Dr. Bernhard Watzl vom Institut für Ernährungsphysiologie der Bundesforschungsanstalt für Ernährung (Karlsruhe) in seinen Ausführungen dar. Viele der in Gemüse und Obst sowie in Getreide vorkommenden sekundären Pflanzenstoffe liegen im äusseren Schalenbereich. Bei der Verarbeitung solcher Lebensmittel werde häufig ein Großteil der sekundären Pflanzenstoffe entfernt werden, wodurch die ernährungsphysiologische Qualität dieser Lebensmittel verringert werde. Daher solle man den äusseren Schalenbereich mitverwerten, so Watzl, und Äpfel nicht schälen.
Weitere Themen der Tagung sind die Luftreinigung durch Pflanzen, der biologische Anbau von Zierpflanzen und -gehölzen, die Produktqualität von Obst und Gemüse sowie die Bedeutung der Pflanzengesundheit im Siedlungsgrün für das Wohlbefinden der Menschen sein.
Bei einem Empfang konnte der Präsident des Bundesverbandes der Diplomingenieure Gartenbau und Landespflege, Dieter Aust, als Ehrengäste den Ministerialrat Dr. Felix Bruns vom Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, den Oberbürgermeister der Stadt Osnabrück Hans-Jürgen Fip sowie den Präsidenten des Zentralverbandes Gartenbau Karl Zwermann begrüßen.

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