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Welthandel bricht 2009 so stark ein wie noch nie seit 1945
Der Welthandel ist 2009 so stark eingebrochen wie noch nie seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs, teilte der Generaldirektor der Welthandelsorganisation (WTO), Pascal Lamy, am 24. Februar in Brüssel der Nachrichtenagentur SDA mit.
Anfang Dezember hatte die in Genf beheimatete WTO noch mit einem Rückgang von 10% gerechnet. Der Einbruch ist vor allem eine Folge der wirtschaftlichen Krise in den Industrieländern.
In Lamys Augen macht diese Situation den Abschluss der Doha-Runde zur Liberalisierung des weltweiten Handels noch dringlicher: Es sei "wirtschaftlich zwingend", die Verhandlungen in diesem Jahr abzuschliessen. In der Doha-Runde geht es um den Abbau von Handelsschranken wie Zöllen oder Einfuhrkontingenten, aber auch um Fragen wie die des geistigen Eigentums. Die 2001 begonnenen Verhandlungen stocken seit Jahren. Strittig ist zum Beispiel, wie weit ärmere Länder ihre Märkte für Waren aus den Industriestaaten öffnen und damit deren Konkurrenz erdulden müssen. (lid)

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