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Deutschland: 2010 wohl keine GVO-Pflanzen
Landwirte in Deutschland können 2010 voraussichtlich keine gentechnisch veränderten (GVO) Pflanzen auf ihren Feldern anbauen.
Zu diesem Schluss kommt der Informationsdienst Transgen. Es deute derzeit wenig darauf hin, dass über die Zulassung des Anbaus noch rechtzeitig entschieden werde, zitiert "agrarzeitung.de" eine Pressemitteilung.
In der Diskussion stehen derzeit zwei für die Landwirtschaft interessante Pflanzen: zum einen der in der EU zugelassene, aber in Deutschland verbotene Bt-Mais MON810, und die von der BASF entwickelte Amflora-Kartoffel. Voraussetzung für einen Anbau in Deutschland ist eine Meldung beim Standortregister des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Die Meldung muss bis drei Monate vor der Aussaat dort eingegangen sein. Je nach Witterung beginnen Aussaat und Pflanzung von Mais und Kartoffeln im April. So wird es nach Ansicht von Transgen in diesem Jahr für eine Meldung schon zu spät sein.
Mit einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtes Braunschweig, das die Zulässigkeit eines Anbauverbots von MON810 behandelt, wird erst im Februar gerechnet. Und ob die Amflora-Kartoffel gepflanzt werden darf, entscheidet die neue EU-Kommission, die ihre Arbeit allerdings noch nicht aufgenommen hat. (LID)

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