Forschen für den Umweltschutz

Was geschieht mit Pflanzenschutzmittelwirkstoffen, die in das Oberflächenwasser gelangt sind? Wie wirken sie sich auf die Wasserorganismen aus? Wie schnell werden sie abgebaut?

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Was geschieht mit Pflanzenschutzmittelwirkstoffen, die in das Oberflächenwasser gelangt sind? Wie wirken sie sich auf die Wasserorganismen aus? Wie schnell werden sie abgebaut? Zu diesen und anderen Fragestellungen sollen zwei national und international einzigartige Versuchsanlagen neue Erkenntnisse bringen, die jetzt am Institut für Umweltwissenschaften der Universität Koblenz-Landau am Campus Landau im Beisein von Alexander Schweitzer, Staatssekretär im rheinland-pfälzischen Landwirtschafts- und Weinbauministerium, eingeweiht wurden. Dabei handelt es sich um eine „Fließrinnenanlage“ im Freien und eine „Expositionsanlage“ im Labor. In der Fließrinnenanlage können die Auswirkungen des Eintrages von Wirkstoffen in fließende Gewässer bei variierbaren Fließgeschwindigkeiten, Pflanzen- und Tierpopulationen sowie Sedimenttiefen simuliert und ausgewertet werden. In der Expositionsanlage werden die Faktoren Temperatur, UV-Licht und Feuchtgehalt geregelt und die Auswirkungen bestimmter Wirkstoffkonzentrationen bis hin zur Dauerbelastung auf Organismen untersucht.

„Diese fundierte wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebiet der Ökotoxikologie liefert wertvolle Erkenntnisse - sowohl für die Umweltrechtsetzung wie für die Hersteller und Nutzer von Pflanzenschutzmitteln“, sagte Staatssekretär Schweitzer. Diese Forschung ermögliche es, die Fragen nach der Gefährlichkeit eines Stoffes und die Risiken für die Umwelt noch praxisnäher und damit differenzierter zu beantworten als bisher.

Damit trage der von Prof. Dr. Ralf Schulz geleitete Arbeitsbereich nicht nur zu einer weiteren Reduzierung der Gefahren von Pflanzenschutzmitteln für das Ökosystem bei. Das Vorhaben stärke auch den Agrarforschungsstandort Pfalz und biete viel versprechende Anknüpfungspunkte für die stärkere Kooperation von Wissenschaft und Wirtschaft bis hin zu Start-ups, betonte Schweitzer. Forschung und Entwicklung auf diesem sensiblen Gebiet sei daher für den Agrarstandort Rheinland-Pfalz und für den Arbeitsmarkt für Zukunftstechnologien von besonderer Bedeutung, so sein Fazit. (mwvlw.rlp)

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