Tornado über Gärtnerei in Geldern

Eine Windhose, die sich infolge von Gewitter und der damit einströmenden Kaltfront entwickelte, verursachte am Sonntagabend (11.10.2009) in einer Gärtnerei in Geldern (Niederrhein) beachtliche Schäden.

Anzeige

Eine Windhose, die sich infolge von Gewitter und der damit einströmenden Kaltfront entwickelte, verursachte am Sonntagabend (11.10.2009) in einer Gärtnerei in Geldern (Niederrhein) beachtliche Schäden. Die Windhose setzte dabei vermutlich direkt in einem der Gewächshäuser auf dem Boden (sog. „Touch down“) auf und zog dann quer durch das Haus und über die sich anschließenden Freilandflächen. Der Tornado lief insgesamt über eine Reichweite von ca. einem Kilometer und mündete dann in dem nahe gelegenen Waldstück.

Nach ersten Einschätzungen der Gartenbau-Versicherung, deren Außendienstmitarbeiter noch am selben Abend vor Ort war, belaufen sich die Schäden auf insgesamt ca. 350.000 EUR. Neben beachtlichen Schäden an Schirmen, Glas sowie Konstruktion hat es insbesondere auch die Gewächshauskulturen (Weihnachtssterne) getroffen. Denn infolge der Glasschäden kam es zu Untertemperatur im Gewächshaus und damit zum Totalschaden der Kulturen. Zudem betroffen sind die benachbarten Freilandkulturen (Azerca).

Trotz dieses beachtlichen Einzelschadens ist das Schadenausmaß noch als glimpflich zu bewerten. Denn mit Ausnahme der betroffenen Gärtnerei lief der Tornado hauptsächlich über freie Flächen. Die sich nordöstlich befindliche Blumenversteigerung Lüllingen (Landgard) ist Luftlinie nur etwa 500m entfernt und in südwestliche Richtung (Entfernung ca. ein Kilometer) befindet sich eine Gärtnersiedlung. (GV)

Neuen Kommentar schreiben

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.