Champignonpreise auf niedrigstem Niveau

Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2008/2009 konnte der Absatz von Champignons leicht erhöht werden. Jedoch fielen die Preise auf niedrigstes Niveau.

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Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2008/2009 konnte der Absatz von Champignons leicht erhöht werden. Jedoch fielen die Preise auf niedrigstes Niveau. Gründe dafür waren die großen Währungsunterschiede zwischen dem Euro und anderen europäischen Währungen sowie gestiegene Kosten in verschiedenen Bereichen. So bilanzierte jetzt der Vorsitzende des Bundes Deutscher Champignon- und Kulturpilzanbauer (BDC) e.V., Franz Schmaus, aus Limeshain.

Anlässlich der 61. BDC-Jahrestagung vom 1. bis 3. Oktober in Leipzig wurden die Veränderungen auf dem europäischen Markt diskutiert. Demnach exportierten die Niederlande traditionsgemäß große Mengen frischer Champignons jahrzehntelang nach Großbritannien. Dieser Markt ist jedoch zwischenzeitlich aufgrund des schwachen Britischen Pfunds fast völlig zum Erliegen gekommen. Hingegen wurde der deutsche Markt zusätzlich mit holländischer Frischware beliefert. Auch kam es verstärkt zu polnischen Importen. Dennoch konnte die deutsche Produktion im laufenden Jahr nach ersten vorläufigen Schätzungen um 1.000 t leicht, nämlich auf 50.000 t, erhöht werden. Weitere 8.000 t werden in Deutschland für die Verarbeitung (Dosen und Eimerware z. B. für den Pizzabelag) produziert.

Der Bio-Champignonanbau hat sich gefestigt. Hier ist allerdings kein weiteres Wachstum zu verzeichnen. Er bleibt eine Nischenproduktion. Bei den Exotenpilzen gibt es einen leichten Verbrauchsanstieg, insbesondere beim Kräuterseitling, wovon allerdings vorwiegend koreanische Exporteure profitieren, stellte der BDC-Vorsitzende Franz Schmaus zusammenfassend fest.

In den öffentlich zugänglichen Vorträgen gingen die Experten beispielsweise auf Anbaueffizienzsteigerung und Verbesserungsmöglichkeiten in der Arbeitswirtschaft ein. Außerdem wurden Potenziale einer effizienten Absatzförderung von Speisepilzen dargestellt. Ein Vortrag mit dem Titel „Konsequenzen aus dem Wegfall der EU-Vermarktungsnorm für Kulturchampignons“ von Dr. Ulrike Beckelmann, Bonn, verdeutlichte, dass hier für den Markt eine bedeutende Umstellung folgen wird.

Der Geschäftsführer des BDC, Jochen Winkhoff, informierte in seinem Geschäftsbericht über die Tätigkeit des BDC-Werbeausschusses, die Begleitung der EU-Gesetzgebung im EU-Pflanzenschutz- und Umweltrecht sowie das neu geschaffene Energieportal in Hortigate. Die Themen ruinöse Preise, Pflanzenschutz und das Krisenmanagement standen ebenso auf der Tagesordnung.

Auf der Exkursion besichtigten rund 100 Fachleute den modernen BDC-Mitgliedsbetrieb „Champignonkulturen Elsteraue Hilmar und Kai-Uwe Brandt“ in Reuden, nahe bei Leipzig. Besonderes Interesse fanden Produktions- und Vermarktungsmethoden dieses mittelständischen Champignonbetriebes. (Quelle: BDC)

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