Schweizer kaufen weniger im Ausland ein

Der Einkaufstourismus ist zwischen 2005 und 2009 zurückgegangen. Dies zeigt die neueste Einkaufstourismusstudie von Coop.

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Der Einkaufstourismus ist zwischen 2005 und 2009 zurückgegangen. Dies zeigt die neueste Einkaufstourismusstudie von Coop.

Im Jahr 2005 reisten 21 der Befragten regelmäßig für Einkäufe ins nahe Ausland, im laufenden Jahr waren es noch 16%. Insgesamt wurde 2005 noch für hochgerechnet 2,1 Mrd. Franken eingekauft, 2009 beträgt der Gesamtumsatz 1,8 Mrd. Franken.

Beliebtestes Einkaufsland bleibt Deutschland, gefolgt von Frankreich, während Italien aufgrund von steigenden Preisen stark an Bedeutung verloren hat.

Pro Einkauf im Ausland geben die Schweizer durchschnittlich 89 Franken aus, 15% mehr als noch 2005. Die am häufigsten nachgefragten Produkt im Ausland sind Fleisch, Milchprodukte und Käse. Am meisten eingekauft werden aber Körperpflegeprodukte. Oft gekauft werden auch Wasch- und Reinigungsmittel.

Coop führt den Rückgang der Grenzeinkäufe auf kleiner gewordene Preisdifferenzen zurück. Diese betrügen im Schnitt zehn Prozent. Aber auch der Markteintritt von Aldi und Lidl sei ein Grund für den geringeren Einkaufstourismus, denn viele Produkte der deutschen Harddiscounter seien nun näher zu kaufen. Den Kaufkraftabfluss von 1,8 Mrd. Franken hält der Großverteiler aber immer noch klar zu hoch.

In umgekehrter Richtung hat der Einkaufstourismus zugenommen: Ausländer kaufen häufiger in der Schweiz ein als 2005, zumeist Brot- und Backwaren, Süsswaren, Früchte und Gemüse, Milchprodukte oder Käse. Coop schätzt den Gesamtumsatz auf 450 Mio. Franken. (lid)

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