Ein Herz aus Stein

Firma Klute aus Sundern gestaltet Themengarten für die Landesgartenschau 2010 in Hemer.

Anzeige

Er hat ein Herz aus Stein, ist klar strukturiert und geradlinig: der „Inselsommer“ der Firma Klute aus Sundern. Für ihre Parzelle in den Themengärten der Landesgartenschau 2010 in Hemer haben sich die Garten- und Landschaftsbauer für ein aufgeräumtes und übersichtliches Konzept entschieden. „Denn kleine Räume brauchen klare Strukturen“, begründet Landschaftsarchitektin Margarete Hoberg-Klute. Damit sie genau das ausstrahlen, was von einem Garten erwartet wird: Ruhe und Entspannung.

Exakt 1,30 Meter breite Trittplatten aus Anröchter Sandstein ebnen den Weg über die Wasserfläche, der die Besucherinnen und Besucher zum Mittelpunkt des Gartens führt. Steinblöcke, ebenfalls aus dem hochwertigen Sandstein, grenzen die gepflasterte Fläche zum Wasser hin ab, laden die Gäste ein, Platz zu nehmen. Ob Badeteich oder stilvoll gestaltete Wasserlandschaften – immer mehr Gartenbesitzer schaffen sich solche Oasen der Entspannung, holen sich Urlaubsstimmung nach Hause. „Weil Wasser Leben anzieht und die Lebensqualität einfach steigert“ sagt Margarete Hoberg-Klute.

Doch in Klutes Garten finden sich auch Kontraste zu dem geradlinigen Konzept: Wellen aus Cortenstahl grenzen die Parzelle vom benachbarten Themengarten ab. Gleichzeitig greift Klute damit ein Material auf, das auch im LGS-Gelände verwendet wird. Die besonders witterungsbeständige Legierung des Cortenstahls wird beim Ausbau der Aussichtsplattformen entlang der Himmelsleiter eingesetzt. Ein Holzdeck mit Sonnensegel wird noch gebaut, ein Wasserspiel demnächst aufgestellt. Und natürlich sorgen Pflanzen für die richtige Inselsommer-Stimmung. Hopfen und Clematis ranken um die Stahlsäulen und bilden grüne Eingangstore zu Klutes Garten. Schirmförmige Felsenbirnen grenzen die 250 Quadratmeter große Parzelle ab.

„Bei uns können die Besucher die Seele baumeln lassen“, sagt die Landschaftsarchitektin. Und sich Anregungen für die eigene grüne Oase holen. Zwölf Garten- und Landschaftsarchitekten aus NRW präsentieren bei der Landesgartenschau 2010 in Hemer die ganze Vielfalt der Gartengestaltung. „Für uns ist die Landesgartenschau eine tolle Möglichkeit, unsere Arbeit und unseren Planungsstil zu präsentieren“, so Hoberg-Klute. Und natürlich werfen die Experten auch einen Blick in Nachbars Garten, schauen, was die Kollegen kreieren. Konkurrenzdenken komme aber nicht auf, erklärt die Landschaftsarchitektin. Anregungen für neue Ideen kann sich während der 15. NRW-Landesgartenschau aber jeder holen – ob Hobbygärtner oder Garten- und Landschaftsbauer. Margarete Hoberg-Klute blickt in den benachbarten Themengarten. „Da ist alles rund“, sagt sie. „Das ist doch auch schön.“ Denn in Hemer sieht jeder Garten anders aus. (lagahe)

Neuen Kommentar schreiben

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.