Altersteilzeit-Verlängerung: Teuer und falsch

"Die Förderung der Altersteilzeit zu verlängern ist nicht nur teuer, sondern auch falsch", kommentierte Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE), den Vorschlag von Bundesarbeitsminister Olaf Scholz.

Anzeige

"Die Förderung der Altersteilzeit zu verlängern ist nicht nur teuer, sondern auch falsch", kommentierte in Berlin Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE), den Vorschlag von Bundesarbeitsminister Olaf Scholz. Der Minister hatte sich dafür ausgesprochen, die Altersteilzeit über das Jahr 2009 hinaus zu weiter zu fördern. Die Bundesregierung habe das Ziel ausgegeben, die Lebensarbeitszeit der Arbeitnehmer auf 67 Jahre zu steigern, sagte der HDE-Chef. „Um dieses Ziel zu erreichen und die Einzelhandelsmitarbeiter fit für eine längere Berufszeit zu machen, tun die Handelsunternehmen viel“, so Genth. So seien die Altersteilzeit-Tarifverträge in der Branche bereits gekündigt und nicht mehr neu abgeschlossen worden. Die Unternehmen würden in Projekte und Einrichtungen investieren, die die Beschäftigungsfähigkeit älterer Menschen sicherstelle und verbessere. Das seien etwa Weiterbildungsangebote oder technische Hilfen zur Entlastung bei körperlich anspruchsvollen Tätigkeiten.

„Der Einzelhandel ist auf das Know-how seiner älteren Mitarbeiter angewiesen“, sagte Genth. Mit Blick auf das Lissabon-Ziel, die Beschäftigungsquote der älteren Menschen zu steigern, seien die richtigen Weichen gestellt worden. Erste Erfolge würden sich zeigen, das durchschnittliche Renteneintrittsalter steige bereits deutlich und die Beschäftigung Älterer nehme zu. Nun wolle der Bundesarbeitsminister das Steuer wieder herum reißen. Es sei unsinnig, durch die weitere Förderung der Altersteilzeit erfahrenen Mitarbeitern den vorzeitigen Ruhestand mit teuren Beitragsgeldern zu versüßen, sagte der HDE-Chef. „Unternehmerische Personalpolitik brauche verlässliche politische Rahmenbedingungen statt Wahlkampf-Parolen.“ (PdH)

Neuen Kommentar schreiben

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.