ZVG: Generalsekretär Fleischer berichtet vom Verbandsjahr

Im vergangenen Verbandsjahr konnte der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) wichtige Punkte für die Mitglieder erreichen, wenn auch große Aufgaben bleiben.

ZVG-Generalsekretär Bertram Fleischer berichtet über die erfolgreiche Verbandsarbeit. Bild: ZVG/ Steinborn.

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ZVG-Generalsekretär Bertram Fleischer berichtete am 7. September 2019 auf der nicht öffentlichen Mitgliederversammlung des ZVG in Neckarsulm vom vergangenen Verbandsjahr. Insbesondere verwies Fleischer auf das Bundesprogramm Energieeffizienz, das der ZVG angestoßen und begleitet hat. Der Erfolg des Programmes ist unübersehbar, auch als CO2-Reduzierungsmaßnahme, betonte der ZVG-Generalsekretär. Regelmäßig sind die Mittel vorfristig ausgeschöpft. Wie in den vergangenen Jahren setzt sich der Zentralverband für die Fortführung und Verstetigung des Programmes ein.

Als weiteren Punkt hob der Generalsekretär die Steuerermäßigung bei der Dürreversicherung von 19% auf 0,03% und den Baumschulerlass hervor, der die bewährte verwaltungsarme Bewertungsmethode bis 2021 verlängert. Hier ist eine langjährige Forderung der Branche umgesetzt worden. Zusammen mit der Gartenbau-Unternehmens-Beratungsgesellschaft (GUB) hat der ZVG zudem ein Modell zur Risikoausgleichsrücklage entwickelt und damit einen wichtigen Baustein zum Risikomanagement geschaffen, der zu Beginn des Jahres im Bundestagsausschuss für Landwirtschaft und Ernährung vorgestellt wurde. Auf Wunsch der Branche hatte der ZVG die Entwicklung einer Quarantäneversicherung angestoßen. Nun stehen den Unternehmen zwei Versicherungen zur Verfügung, aus denen man die passende wählen kann, unterstrich Fleischer.

Als Erfolge nannte Fleischer unter anderem den Erhalt der Zierpflanzenforschung in Erfurt in der neu geschaffenen Forschungsstelle für gartenbauliche Kulturpflanzen (FGK) auch im Hinblick auf die nötige Forschung hinsichtlich der zukünftigen Herausforderungen der Branche wie die Auswirkungen des Klimawandels.

Fleischer verwies außerdem auf das erfolgreiche Förderprogramm „Zukunft Stadtgrün“, das in der Vergangenheit auch auf Druck der grünen Verbände mit jährlich 50 Mio. Euro ausgestattet wurde. Absolut unverständlich sei die Entscheidung des Bundesinnenministeriums, den eigenen Fördertitel abzuschaffen und die Mittel in die allgemeine Stadtförderung zu integrieren. Gemeinsam mit verschiedenen grünen Verbänden setzte man sich dafür ein, das eigenständige Förderprogramm zu erhalten.

Aktuelle Diskussionen zum Volksbegehren in Bayern und Baden-Württemberg zeigten, dass das Wissen der Öffentlichkeit um die Leistungen des Gartenbaus zur Nachhaltigkeit ungenügend ist, betonte Fleischer. Der ZVG weist daher wiederholt auf seine wahrgenommene Verantwortung im Bereich der Nachhaltigkeit hin. Angesichts des anhaltenden Fachkräftebedarfs hob der Generalsekretär den erfolgreichen Start der Diskussion zum Berufsbild Gärtner hervor. Mit allen Fachgruppen und Fachverbänden arbeite man hier konstruktiv zusammen. (ZVG)

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