Schloss Ippenburg: Öffnet am 11. Juni seine Gärten

Das Ippenburger Sommerfestival wurde vorerst auf den Juni 2021 verschoben.

Die erste Gartenöffnung von Schloss Ippenburg findet am 11.,12., 13. und 14. Juni von 11.-18. Uhr statt. Bild: Schloss Ippenburg.

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Corona – die große Zeit des Konjunktivs! Eigentlich sollte vom 11.-14. Juni das große Ippenburger Sommerfestival stattfinden. Das ist nun vorerst auf den Juni 2021 verschoben. Ob es mit dem Herbstfestival und dem Brocantefestival klappt, bleibt abzuwarten.

Das Schloss und seine Gärten sind mehr als das Festival, mehr als ein kurzlebiges Event - auch wenn es als „Mutter der deutschen Gartenfestivals“ vor fast 25 Jahren den Anstoß für die deutsche „Gartenfestivalbewegung“ gab.

Eine ganz neue Leichtigkeit hielt Einzug in Deutschlands Gärten und Parkanlagen. „Gardening ist the new sex“, schallte es aus England hinüber! Damen in großen Sommerhüten und Herren mit Stetson prägten das Bild.

Nach wenigen Jahren hatte dieser neue Festivalrausch ganz Deutschland erfasst, er wirkte geradezu „pandemisch“. Bis zu dem Augenblick, als eine wirkliche Pandemie den Stecker zog.

Was bleibt?

Der Garten. In Deutschland besitzen 36,5 Mio Menschen einen Garten. 67% der Haushalte haben einen Balkon oder eine Terrasse, 48 % haben einen Garten am Haus, 7% einen Gemeinschaftsgarten und noch einmal 7% einen Schrebergarten. Pro Woche verbringen die Deutschen 5 Stunden und 30 Minuten im Garten, in Vergleichsländern sind es nur 4 Stunden und 12 Minuten. (FAS, 1.Mai 2020, S.29)

Schloß Ippenburg und seine Gärten – das ist die Geschichte einer Leidenschaft. Einer Leidenschaft für Gärten und Pflanzen, für Trends und Traditionen, für Historisches und Zeitgenössisches, für Natur, Kunst und Küche, für alles, was wächst, blüht und lebt!

Die Festivals, die hier ihren Anfang nahmen um Deutschland im Sturm zu erobern, waren nie Selbstzweck – immer dienten sie dazu, die Gärten zu unterhalten, sie schöner, spannender und üppiger zu machen.

Jetzt, in Zeiten von Corona, wo Großveranstaltungen strikt verboten sind, stehen sie im Zentrum des Geschehens. Sie machen den Zauber von Ippenburg aus und sind nicht länger nur Kulisse des Festivalrummels.

Um allen Sicherheitsaspekten gerecht zu werden, findet die erste Gartenöffnung an vier aufeinanderfolgenden Tagen statt. In der Folge werden die Gärten an allen Sonntagen geöffnet sein.

Eine Hauptattraktion ist die Ausstellung „Wunderkammer Draußen!“ in der Ippenburger Wildnis. Eine Inszenierung voller Kuriositäten aus Natur und Kunst, eine fröhliche und spannende Entdeckungsreise für Kinder und Erwachsene.

Ein weiteres Highlight ist der Küchengarten mit dem neu entstandenen Heilpflanzengarten, dem Mundraub- und dem Zitrusgarten, den Tausenden Sommerblumen der Slow-Flowerbeete und der Fülle der Kräuter und Gemüse von Artischocke bis Zinnie!

Die Kabinette des Heckenlabyrinths, das seit 2017 Ort der Ippenburger Wildnis ist, zeigen neben der Wunderkammer ein veritables Insektenresort mit vielen kleinen Insektenhotels und einer großen, aus alten Ziegeln gebauten Bienenmauer. Im gegenüberliegenden Rosarium geht es farbenfroh und sommerlich zu.

Viele neue Details gibt es zu entdecken. Verschlungene Wege führen durch Hain und Wildnis, schnurgerade Achsen weiten den Blick. Überall erfreut und überrascht die Verbindung aus klarer Geometrie und üppigem, manchmal wildem Wachstum. Die Vielfalt der Beete im Küchengarten ist einzigartig. Hochbeete für asiatisches, italienisches oder traditionelles Gemüse, Kübel und Töpfe in verschiedensten Variationen und Hügelbeete, über die Zucchini, Neuseeländer Spinat, Butternut – und Hokkaidokürbis ranken. Kraftstrotzende Kartoffeln, Zwiebeln, Möhren stehen in Reih und Glied, zwischen Apfelspalieren und eleganten Blutbuchenhecken und die Glashäuser sind prall gefüllt mit Gurken, Tomaten und der „Ippenburger Kinderstube“, unzählige kleine Pflänzchen, die auch im Ippenburger Gartenshop angeboten werden.

Es ist ein Garten voller Leben, in dem das Gesetz der Liebe, Hingabe und Leidenschaft gilt. Für die Floristin, die ihre zauberhaften Sträuße kreiert, für den Koch, dem es gelingt, Natur in Kunst – in essbare Kunst - zu verwandeln und für den Besucher, der von der angesichts der Vielfalt und Fülle Freude empfindet.

Freude ist Ausdruck von Glück. Über dem Garten des Epikur soll gestanden haben, „Hier wohnt das Glück“. Das könnte auch über dem Ippenburger Garten stehen. Besonders über dem Küchengarten und am Eingang der Wildnis. Das sind Orte des Glücks. Besonders auch für das Team. 

„Tritt ein, Fremder! Ein freundlicher Gastgeber wartet dir auf mit Brot und mit Wasser im Überfluss, denn hier werden deine Begierden nicht gereizt, sondern gestillt.“ So lud Epikur seine Gäste in seinen Garten ein. Zur Ippenburger Gartenöffnung wird es allerdings statt Brot und Wasser Kaffee und Kuchen, Waffeln mit Erdbeeren und Eis und herzhafte Baguettes geben.

Erste Gartenöffnung am 11.,12., 13. Und 14. Juni, 11.-18. Uhr. Der Eintritt beträgt 10 Euro für Erwachsene, Kinder und Jugendliche sind frei. Weitere Öffnungen und Informationen siehe www.ippenburg.de (Schloss Ippenburg)

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