ISF: Nachhaltigkeit ganz oben auf der Agenda

Auf dem größten Treffen von Saatgutprofis auf dem ISF World Seed Congress im diesem Jahr zeichnete sich das Thema Nachhaltigkeit als "die wichtigste Frage des Tages" ab.

Nachhaltichkeit war das große Thema auf dem WSC. Bild: ISF

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Während des jüngsten ISF-Weltsaatgutkongresses 2019 in Nizza, Frankreich, an dem fast 1.700 Delegierte aus 63 Ländern teilnahmen, war das Thema Nachhaltigkeit der wichtigste Schwerpunkt beim Treffen und Diskussionen zwischen Wirtschaftsführern und Interessenvertretern. Insbesondere ging es darum, wie der Saatgutsektor Innovationen in sozial akzeptierter Weise unterstützen muss, um auf die aktuellen globalen Herausforderungen im Lebensmittelbereich reagieren zu können.

Eduard Fito, Präsident des ISF, sagte: "Ich kann mir dieses Geschäft ohne Innovation nicht vorstellen. Ob es uns gefällt oder nicht, die Landwirtschaft auf der ganzen Welt steht jeden Tag vor neuen Herausforderungen. Deshalb ist es wichtig, dass wir immer daran denken, die Innovation als Grundlage für unseren Sektor zu sichern, damit wir den Produzenten weiterhin einen Mehrwert bieten können."

Die International Seed Federation (ISF) wies auf den Beitrag des Sektors zu den Zielen der nachhaltigen Entwicklung (SDGs) hin. "Obwohl die Bemühungen, die zu den SDGs beitragen, für den Saatgutsektor nicht neu sind, ist es eine aktuelle Erkenntnis, die SDGs im Saatgutsektor bekannter zu machen und innerhalb internationaler Organisationen Anerkennung für die Beiträge des Sektors zu finden."Diese SDGs sind untrennbar mit dem Saatgutsektor verbunden, der eine nachhaltigere Zukunft anstrebt", sagte Michael Keller, Generalsekretär des ISF.

Der Saatgutsektor trägt zu einer Mehrheit der 17 von den Vereinten Nationen angenommenen SDGs bei, wie z.B.: keine Armut, kein Hunger, gute Gesundheit und Wohlbefinden, menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum, Industrie, Innovation und Infrastruktur, verantwortungsvoller Konsum und Produktion, Klimaschutz, Leben an Land und Partnerschaften zur Erreichung der Ziele.

Während eines offenen Diskussionsforums zum Pariser Übereinkommen über den Klimawandel waren sich die Redner des UN-Umweltprogramms, der Weltbauernorganisation und von GNIS einig, wie wichtig Wissenschaft und Innovation für die Entwicklung widerstandsfähigerer Sorten, die Verringerung der Auswirkungen der Landwirtschaft auf die Umwelt und die Erreichung des erforderlichen Niveaus der Pflanzenproduktion sind, um der globalen Nachfrage gerecht zu werden.

Wirtschaftsführer, die eine vielfältige Mischung von Saatgutunternehmen repräsentieren, bestätigten die Stimmung während eines Branchenforums. Von kleinen und mittleren Unternehmen über Familienunternehmen bis hin zu internationalen Unternehmen betonten alle Branchenvertreter die Notwendigkeit, Zugang zu den neuesten Züchtungsmethoden zu erhalten, um der Herausforderung der Welternährung zu begegnen. Dies erfordert Konsistenz und Ausrichtung der Richtlinien für neue Züchtungstechniken auf globaler Ebene.

Der Thementag am INRA (Institut National de la Recherche Agronomique) bot einen tiefen Einblick in den Einfluss des Klimawandels auf den Agrarsektor und die Frage, wie Forschung und Entwicklung die Landwirtschaft dabei unterstützen können, mit dem Klimawandel fertig zu werden und seine Auswirkungen auf den Klimawandel zu reduzieren. Bei einer Parallelveranstaltung zu den SDGs, die mit der World Benchmarking Alliance organisiert wurde, verwies die Diskussion auf die entscheidende Rolle des privaten Saatgutsektors bei der Transformation des globalen Ernährungssystems. Die Kommunikation über Nachhaltigkeit und die Gestaltung der Innovationsdiskussion durch den wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und ökologischen Beitrag des Saatgutsektors war ein Fortschritt, den die Teilnehmer bereit waren zu unternehmen.

Eine der Schlussfolgerungen der verschiedenen Diskussionen auf dem ISF World Seed Congress ist, dass die Schaffung des richtigen Umfelds für Innovationen ein ständiges Engagement von Industrie und Regierung erfordert, um die Ausrichtung der globalen Politik sicherzustellen. Dies steht auch in den kommenden Monaten im Fokus des ISF.

Im Juni wird die Diskussion über den Internationalen Vertrag über pflanzengenetische Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft (ITPGRFA) auf FAO-Ebene fortgesetzt, wo ISF den globalen Saatgutsektor vertritt, indem es sich für die Erhaltung und nachhaltige Nutzung der genetischen Ressourcen einsetzt, um es den Pflanzenzüchtern zu ermöglichen, die Sortenentwicklung fortzusetzen. Das ISF nimmt derzeit auch an einer Sitzung der OECD über Saatgutregelungen teil, die darauf abzielt, die Verfahren zur Herstellung und Verwendung von hochwertigem Saatgut zu harmonisieren.

Die UN-Erklärung zum Internationalen Jahr der Pflanzengesundheit 2020 bietet dem ISF, das zu den Vorstandsmitgliedern gehört, die die Veranstaltung leiten, eine weitere Gelegenheit, das Bewusstsein für die Bedeutung gesunder Pflanzen für die Erreichung der SDGs zu stärken. Im Juli wird das ISF an einem hochrangigen politischen Forum über die SDGs teilnehmen, das vom Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen in New York ausgerichtet wird.

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