Forschung: Wie können sich Pflanzen an den Klimawandel anpassen?

Eine Algenart passte sich vor 500 Millionen Jahren ans Land an, womit die Begründung der Erde begann.

Mit der Untersuchung der Genome rezenter Arten lassen sich neue Erkenntnisse gewinnen. Bild: GABOT.

Anzeige

„Es lohnt sich, die enormen Anpassungsprozesse von Pflanzen zu erforschen, mit denen sie vor mehr als 500 Millionen Jahren den Sprung vom Wasser ans Land schafften. Das Verstehen dieser Prozesse ist ein Schritt auf dem Weg, den Klimawandel zu bewältigen und die Biodiversität erhalten zu können“, sagt Prof. Dr. Stefan Rensing, Zellbiologe und Prorektor für Forschung und Innovation an der Universität Freiburg. Gemeinsam mit Dr. Mona Schreiber von der Philipps-Universität Marburg und Prof. Dr. Sven Gould von der Heinrich Heine Universität Düsseldorf gibt er in dem aktuell erschienenen Paper „The greening ashore: How plants changed the climate before we did“ einen Überblick zum Forschungsstand des damaligen Landganges der Pflanzen.

„Die Diversität von Flora und Fauna, wie wir sie heute kennen, und ebenso das Substrat, auf dem sie wachsen, verdanken wir dem Landgang einer Algenart vor mehr als 500 Millionen Jahren“, erläutert Rensing. „In unserem Artikel zeigen wir unter anderem: Was ist erforscht, was ist noch unbekannt und wie kann der weite Blick zurück helfen, die drängenden Fragen von heute und morgen besser zu beantworten.“ Aus den Erkenntnissen der damaligen molekularen Prozesse sowie der Untersuchung der Genome rezenter Arten, insbesondere von Moosen und Farnen, lassen sich neue Erkenntnisse gewinnen, wie unsere heutigen Wälder und Nutzpflanzen Heiß- und Trockenperioden besser überstehen können. (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg)

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.