EU-Kommission: Schließt Kontrollen zu Corona-Betrügern ab

EU-Verbraucherschützer und Kommission schließen Kontrollen zum Schutz vor Online-Betrug ab.

EU veröffentlicht Untersuchungen zu Coronavirus-Betrügereien. Bild: GABOT.

Anzeige

Die Europäische Kommission und das Netz für die Zusammenarbeit im Verbraucherschutz haben neue Untersuchungen zu Coronavirus-Betrügereien veröffentlicht, die im Juni durchgeführt wurden. Die Kommission hatte zuvor zur Bekämpfung irreführender Werbung und betrügerischer Angebote in der Corona-Pandemie aufgerufen. Die 73 Überprüfungen bei den wichtigsten Plattformen fand bei einem Drittel eine beträchtliche Anzahl fragwürdiger Angebote und Anzeigen. Die Unternehmen wurden über die Ergebnisse informiert und haben Maßnahmen angekündigt.

Didier Reynders, Kommissar für Justiz, sagte: „Große Online-Plattformen folgen weiterhin unserer Aufforderung, eng mit der Europäischen Kommission und den nationalen Verbraucherschutzbehörden zusammenzuarbeiten. Die jüngsten von den Behörden durchgeführten Kontrollen zeigen, dass es noch nicht an der Zeit ist, weniger wachsam zu sein. Die Zusammenarbeit zwischen den Behörden und den Hauptakteuren der digitalen Märkte ist ein mächtiges und wirksames Instrument zum Schutz der Verbraucher in diesen unruhigen Zeiten.“

Google hat in den vergangenen Monaten weltweit über 200 Mio. Anzeigen im Zusammenhang mit dem Coronavirus blockiert oder entfernt, und eBay meldete die Blockierung oder Entfernung von mehr als 31 Mio. Anzeigen, die gegen die Coronavirus-Richtlinien verstießen. Facebook gibt an, weltweit mindestens 2,3 Mio. Inhalte von Facebook und Instagram entfernt zu haben, die mit dem Coronavirus in Zusammenhang stehen, wobei im Mai 27.000 innerhalb der EU entfernt wurden.

Die meisten Plattformen berichteten in den letzten Wochen über einen starken Rückgang der Coronavirus-bezogenen Produktlistings. Beispielsweise berichtete Amazon über einen 95%igen Rückgang der wöchentlichen Anzahl neuer Produktlistings im Vergleich zum März-Durchschnitt, wobei Rakuten und Allegro von ähnlichen Trends berichteten. Die Behörden werden diese Feststellungen weiterverfolgen und falls erforderlich Maßnahmen ergreifen. (Europäische Kommission)

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.