BUGA Mannheim: Bart-Iris im aufgebrochenen Beton

Staudenbeete mitten im Weg: Auf Spinelli, einem ehemaligen Militärgelände, bleiben einige der vorhandenen Straßen bestehen. Sie wurden in der Mitte aufgebrochen, um dort Pflanzungen zu ermöglichen, die auch auch nach der Bundesgartenschau bestehen bleiben. Die Weinheimer Landschaftsarchitektin Bettina Jaugstetter hat hierfür ein Konzept entwickelt.

Auf Spinelli werden die Wege durch Staudenpflanzungen aufgewertet. Bild: Jaugstetter.

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Pflanzen, die auf Spinelli gedeihen, müssen einiges aushalten können. Dazu hat Bettina Jaugstetter stressresistente, tolerantere und trockenheitsverträgliche Wildstauden ausgewählt. Dazu zählen beispielsweise Wermutarten, Schafgarbe und verschieden Wolfsmilcharten. Je grauer das Blatt, desto unempfindlicher sind die Pflanzen. Zum Pflanzkonzept gehört aber auch, dass Wildbienen und andere Insekten in den Staudenbeeten reichlich Nahrung vorfinden. Deshalb wurden zum Beispiel vermehrt auch attraktive und bestäuberfreundliche Doldenblütler, Salbeiarten oder Korbblütler verwendet.

Insgesamt werden 435 Meter Wege mit rund 3.750 Stauden aufgewertet. Drei Farbkonzepte gibt es – je nach Weg in rosa, blau und gelb. Bettina Jaugstetter ist als Landschaftsarchitektin Fachfrau für Stadtraumbegrünung und hat ein Pflanzkonzept entwickelt, das nicht nur stresstolerant ist, sondern auch das Auge erfreut. Gepflanzt wurde im Mischpflanzungsprinzip, aber es werden durch gezielte Gruppierung und Benachbarung sowie gestaffelte Höhen Akzente gesetzt.

Wichtig für ihre Planung sind die gerüstbildenden Pflanzen. Königskerzen bilden zum Beispiel ein vertikales Element im gelben Band und werden ergänzt durch Schafgarbe, Bart-Iris, Katzenminze und Astern. Im Herbst werden Blumenzwiebeln gesteckt. Bettina Jaugstetter setzt hier auf ein Sortiment aus Wildtulpen.

Das standortgerechte Pflanzkonzept der Landschaftsarchitektin auf Spinelli erfüllt mehrere Anforderungen: Es ist an das zunehmend wärmere und trockenere Klima angepasst, Insekten finden Nahrung, es hat hohen ästhetischen Wert und wird mit reduziertem Pflegeaufwand auch nach der BUGA Mannheim 2023 den künftigen Klimapark verschönern. (DBG)

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