BMU: Svenja Schulze eröffnet BMU-Agrarkongress

Bundesministerin Svenja Schulze eröffnete heute den BMU-Agrarkongress, der in diesem Jahr unter der Überschrift „Umwelt und Landwirtschaft im Dialog: Für einen Green Deal in der Agrarpolitik“ steht.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze im Berliner Dienstsitz. Bild: BMU/photothek/Thomas Trutschel.

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Angesichts der zunehmenden polarisierten Debatte zu Landwirtschaftsthemen wirbt Bundesministerin Svenja Schulze dafür, dass Landwirtschaft und Umwelt in einen echten Dialog miteinander treten. Vor rund 300 Vertreterinnen und Vertretern aus Landwirtschaft, Umweltschutz, Wissenschaft und Zivilgesellschaft eröffnete Schulze heute den BMU-Agrarkongress, der in diesem Jahr unter der Überschrift „Umwelt und Landwirtschaft im Dialog: Für einen Green Deal in der Agrarpolitik“ steht.

Bundesumweltministerin Schulze: „Angesichts der politisch aufgeheizten Debatte brauchen wir jetzt einen echten und ehrlichen Dialog zwischen Landwirtschaft und Umweltschutz. Dialog heißt für mich: miteinander reden, nicht übereinander, faktenbasiert und wertschätzend. Mit den BMU-Agrarkongressen anlässlich der Grünen Woche hat das BMU immer schon den intensiven, fairen Dialog und konstruktiven Austausch mit der Landwirtschaft gesucht. Das wollen wir heute fortsetzen und alle Betroffenen einbeziehen. Denn es geht um nichts weniger als die Zukunftsfähigkeit der Landwirtschaft.“

Zur Diskussion eingeladen waren Vertreterinnen und Vertreter der Landwirtschaftsbewegung „Land schafft Verbindung“, von Agrarbetrieben, aus dem Naturschutz, der Agrarforschung, von Wasserversorgern sowie aus der Bundes- und Landespolitik, darunter auch des Bundeslandwirtschaftsministeriums.

Bundesministerin Schulze zeigte Verständnis für den Unmut vieler Landwirtinnen und Landwirte. Viele von ihnen stünden mit dem Rücken an der Wand. „Deshalb müssen wir raus aus der Sackgasse niedriger Preise und einer verfehlten Agrarpolitik. Wir brauchen faire Preise für gute Produkte. Wir brauchen eine Agrarpolitik, die die Umweltbelastungen, die die Landwirtschaft verursacht, ehrlich benennt und diese abstellt. Sei es bei der Nährstoffbelastung des Grundwassers, beim Einsatz von Pestiziden wie Glyphosat oder beim Insektenschutz,“ forderte Schulze. Die beachtliche Gesamtsumme der EU-Förderung sei berechtigt, eine nachhaltige, umweltschonende Landwirtschaft sei dieses Geld wert. Die bisherigen Vorschläge aus Brüssel blieben mit Blick auf eine umweltgerechte Landwirtschaft jedoch noch hinter den Erwartungen zurück. Schulze: „Für einen grundlegenden Wandel in der Landwirtschaft brauchen wir einen Gesellschaftsvertrag zwischen Landwirtschaft und Umwelt. Eine solche Verständigung sichert einerseits den Landwirtinnen und Landwirten die finanzielle Unterstützung zu, die sie brauchen, um hochwertige Lebensmittel herzustellen. Und sie legt andererseits fest, welche Leistungen die Allgemeinheit im Gegenzug für den Schutz der Umwelt erwarten kann. Eine zukunftsfähige Landwirtschaft braucht den Schutz von Boden, Wasser, Luft, Klima und biologischer Vielfalt, denn das sind ihre natürlichen Grundlagen.“

Bundesumweltministerin Schulze eröffnet den Agrarkongress in diesem Jahr gemeinsam mit dem Präsidenten des Umweltbundesamtes, Dirk Messner. Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Rita Schwarzelühr-Sutter, nimmt an der Diskussion zum Thema "Zukunftskommission Landwirtschaft – der richtige Schritt zum Gesellschaftsvertrag?" teil. Jochen Flasbarth, Staatssekretär im Bundesumweltministerium, spricht das Schlusswort. (BMU)

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