BASF-Gruppe: Ergebnis unter Vorjahresquartal

Bei der Hauptversammlung 2019 gab die BASF-Gruppe aktuelle Umsatzzahlen und Ergebnisse bekannt.

Bei der Hauptversammlung 2019 gab die BASF-Gruppe aktuelle Umsatzzahlen und Ergebnisse bekannt.

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„Die BASF-Gruppe steigerte ihren Umsatz im 1. Quartal 2019 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3% auf 16,2 Mrd. Euro“, sagte Dr. Martin Brudermüller, Vorsitzender des Vorstands der BASF SE, bei der Hauptversammlung des Unternehmens im Congress Center Rosengarten in Mannheim. Im Vergleich zum 1. Quartal 2018 ging das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) vor Sondereinflüssen um 549 Mio. Euro auf 1,7 Mrd. Euro zurück. „Wie erwartet, ist das vor allem auf deutlich geringere Beiträge der Segmente Materials und Chemicals zurückzuführen. In diesen Segmenten hatten wir im 1. Quartal des Vorjahres außergewöhnlich hohe Isocyanate- und starke Crackermargen verzeichnet“, so Brudermüller. Auch bei Sonstige und Nutrition & Care sank das EBIT vor Sondereinflüssen deutlich, während es im Segment Surface Technologies auf dem Niveau des Vorjahresquartals blieb. Agricultural Solutions sowie Industrial Solutions verzeichneten hingegen ein deutlich verbessertes Ergebnis.

Geopolitische Entwicklungen und Handelskonflikte, insbesondere zwischen den USA und China, prägten das globale Wirtschaftswachstum im 1. Quartal 2019. Die insgesamt verhaltene Marktstimmung spiegelte sich in einer abwartenden Haltung vieler Kunden wider. Die BASF-Gruppe verzeichnete infolgedessen eine Abschwächung der Nachfrage aus wichtigen Kundenindustrien, insbesondere der Automobilbranche.

Die Preise sanken um 2% gegenüber dem Vorjahresquartal; dies war vor allem auf die Geschäfte mit Isocyanaten und Cracker-Produkten zurückzuführen. Höhere Preise bei Surface Technologies, Agricultural Solutions und Industrial Solutions konnten den erwarteten Preisrückgang in den Segmenten Materials und Chemicals nur teilweise kompensieren. Aufgrund des insgesamt zurückhaltenden Bestellverhaltens der Kunden ging der Absatz der BASF-Gruppe um 4% zurück. Maßgeblich für den Umsatzanstieg waren Portfolioeffekte im Segment Agricultural Solutions aus dem Erwerb wesentlicher Geschäfte und Vermögenswerte von Bayer im August 2018. Währungseffekte beeinflussten den Umsatz in allen Segmenten ebenfalls positiv.

Im 1. Quartal 2019 fielen im EBIT positive Sondereinflüsse in Höhe von 26 Mio. Euro an, nach minus 18 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Sondererträge aus Devestitionen in den Segmenten Agricultural Solutions und Industrial Solutions übertrafen Integrationskosten, Sonderaufwendungen aus Strukturmaßnahmen sowie Sonstige Belastungen. Das EBIT verringerte sich im Vergleich zum 1. Quartal 2018 um 505 Mio. Euro auf 1,8 Mrd. Euro. Das Ergebnis vor Ertragsteuern verringerte sich um 520 Mio. Euro auf 1,6 Mrd. Euro. Die Steuerquote stieg von 24,1% auf 25,4%.

Das Ergebnis nach Steuern aus fortgeführtem Geschäft sank um 415 Mio. Euro auf rund 1,2 Mrd. Euro. Das Ergebnis nach Steuern aus nicht fortgeführtem Geschäft, das die Öl-und-Gas-Aktivitäten umfasst, erhöhte sich um 97 Mio. Euro auf 274 Mio. Euro. Maßgeblich hierfür waren ein deutlicher Mengenanstieg, insbesondere in Russland, sowie das Aussetzen der Abschreibungen seit dem Ausweis als Veräußerungsgruppe im 3. Quartal 2018.

Das Ergebnis nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter sank um 273 Mio. Euro auf 1,4 Mrd. Euro. Im 1. Quartal 2019 betrug das Ergebnis je Aktie 1,53 Euro (Vorjahresquartal: 1,83 Euro). Das um Sondereinflüsse und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei 1,65 Euro (Vorjahresquartal: 1,93 Euro). Im 1. Quartal 2019 lag der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit mit 373 Mio. Euro um 858 Mio. Euro unter dem Wert des Vorjahresquartals. Der Free Cashflow sank von 604 Mio. Euro im Vorjahresquartal auf minus 368 Mio. Euro, vor allem aufgrund des geringeren Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit.

Zusammenschluss von Wintershall und DEA

Nach Zustimmung aller relevanten Behörden haben BASF und LetterOne am 1. Mai 2019 den Zusammenschluss von Wintershall und DEA vollzogen. „Mit Wintershall Dea schaffen wir das führende unabhängige europäische Explorations- und Produktionsunternehmen mit internationalen Aktivitäten in Kernregionen. Mit der Zusammenführung der beiden deutschen Unternehmen legen wir die Grundlage für starkes profitables Wachstum von Wintershall Dea“, so Dr. Hans-Ulrich Engel, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der BASF SE, in einer Telefonkonferenz zum 1. Quartal 2019.

Dividendenvorschlag von 3,20 Euro je Aktie

Vorstand und Aufsichtsrat haben der Hauptversammlung eine um 10 Cent erhöhte Dividende von 3,20 Euro je Aktie vorgeschlagen. „Damit bietet die BASF-Aktie auf Basis des Kurses am Jahresende 2018 von 60,40 Euro eine attraktive Dividendenrendite von 5,3%“, so Brudermüller. Insgesamt werden am 8. Mai nach entsprechender Beschlussfassung der Hauptversammlung 2,9 Mrd. Euro an die Anteilseigner der BASF SE ausgeschüttet.

Ausblick für das Jahr 2019 bestätigt

Die Erwartungen von BASF bezüglich der weltweiten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Jahr 2019 bleiben unverändert:

  • Wachstum des Bruttoinlandsprodukts: 2,8%
  • Wachstum der Industrieproduktion: 2,7%
  • Wachstum der Chemieproduktion: 2,7% US-Dollar-Wechselkurs von durchschnittlich 1,15 US-Dollar/Euro
  • Ölpreis der Sorte Brent von 70 US-Dollar/Barrel im Jahresdurchschnitt

BASF bestätigt die im Bericht 2018 getroffene Umsatz- und Ergebnisprognose für die BASF-Gruppe und geht von einem leichten Umsatzwachstum aus sowie von einem leichten Anstieg des EBIT vor Sondereinflüssen, der am unteren Ende der Spanne von 1% bis 10% erwartet wird. Return on Capital Employed (ROCE) wird voraussichtlich leicht über dem Kapitalkostensatz liegen, bei leichtem Rückgang des ROCE gegenüber 2018.

Geschäftsentwicklung in den Segmenten im 1. Quartal 2019

Im Segment Agricultural Solutions konnte der Umsatz gegenüber dem 1. Quartal 2018 um 53% auf 2,6 Mrd. Euro gesteigert werden. Dies war vor allem zurückzuführen auf Portfolioeffekte aus dem Erwerb wesentlicher Geschäfte und Vermögenswerte von Bayer im August 2018. Darüber hinaus erzielte BASF im bisherigen Geschäft ein höheres Preisniveau, während der Absatz insbesondere witterungsbedingt deutlich unter Vorjahresquartal lag.

Das EBIT vor Sondereinflüssen lag mit 740 Mio. Euro um 75% über dem des 1. Quartals 2018. Maßgeblich hierfür war der Beitrag aus den akquirierten Geschäften. Das EBIT enthielt Sondererträge aus Veräußerungen gemäß wettbewerbsbehördlichen Auflagen, die im Kontext der Akquisition von Bayer-Geschäften angeordnet wurden. Diese überstiegen im 1. Quartal 2019 die Sonderaufwendungen für die Integration der akquirierten Geschäfte. (BASF)

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