Ausbildung: "Grüne Berufe" bei jungen Leuten hoch im Kurs

Die rückläufigen Schülerzahlen sorgen für ein leichtes Minus bei den Ausbildungsverträgen in der Grünen Branche.

Grüne Berufe sind nach wie vor gefragt: Viele junge Leute auch ohne landwirtschaftlichen Hintergrund sind an einer Ausbildung zum Beispiel auf einem Milchviehbetrieb interessiert. Bild: Landwirtschaftskammer Niedersachsen/Ehrecke.

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Das Interesse an einer Ausbildung in einem „grünen Beruf“ ist bei jungen Menschen nach wie vor groß. Zahlen der Landwirtschaftskammer Niedersachsen bestätigen den stabilen Trend auch für das Ausbildungsjahr 2018/2019. Danach wurden in Niedersachsen rund 5.550 Ausbildungsverhältnisse registriert. Der leichte Rückgang von 159 gegenüber dem Vorjahr sei auf rückläufige Schülerzahlen zurückzuführen, so die Kammer.

Regionale Schwerpunkte der Ausbildung sind weiterhin das Ammerland für die gartenbaulichen Berufe und der Raum Südoldenburg für die landwirtschaftliche Ausbildung. Allein in der Landwirtschaft gibt es etwa 1.870 Auszubildende auf den rund 1.600 aktiv ausbildenden Betrieben. Gut nachgefragt sind auch Ausbildungsplätze für Fachkraft Agrarservice in Lohnunternehmen sowie die „weißen Berufe“ der Milchwirtschaft mit der LUFA Nordwest in Oldenburg als zentrale Bildungseinrichtung.

Weiterhin steigend ist mit circa 40% der Anteil von Auszubildenden, die von ihrer Herkunft her nicht aus dem agrarischen Bereich kommen. Die Kammer begründet das mit den guten Beschäftigungsmöglichkeiten in der Agrarwirtschaft sowie in den vor- und nachgelagerten Bereichen der Branche. Zudem schätzen junge Menschen an den grünen Berufen den Umgang mit Pflanzen und Tieren sowie die Erzeugung und Verarbeitung von Lebensmitteln. Dabei ist den Auszubildenden auch das Betriebsklima und das selbstständige Arbeiten im Team wichtig. Hier zeigen sich die Auszubildenden der grünen Berufe einer Umfrage zufolge „sehr zufrieden“.

Angesichts des Bedarfs an Fachkräften im Agrarsektor ist die Nachwuchssicherung ein wichtiges Anliegen der Kammer. (LWK-Niedersachsen)

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