Agrarroboter: "Dino" und "Oz" im Praxiseinsatz

Beim "DiWenkLa-Hacktag 2021" der Universität Hohenheim (Projekt "DiWenkLa" = Digitale Wertschöpfungsketten für eine nachhaltige kleinstrukturierte Landwirtschaft) stellt die BayWa auf dem Gemüsehof der Familie Bayha in Sielmingen-Filderstadt die beiden Agrarroboter "Dino" und "Oz" vor.

Hackroboter DINO im Salat. Bild: © BayWa AG.

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Die BayWa vertreibt die beiden Roboter im Alleinvertrieb in Süddeutschland, Sachsen und südliches Brandenburg. Dritter im Bunde der von der BayWa vertriebenen Agrarroboter ist übrigens der "Ted", ein autonomer Hack- und Pflegeroboter, der für den Weinbau konzipiert ist.

Der Dino ist ein vollautonomer landwirtschaftlicher Hackroboter, der per Satellitennavigation mit einer Genauigkeit von 2 cm zwischen den Reihen hackt. Voraussetzung für die exakte Fahrt ist, dass schon während der Pflanzung die einzelnen Spurlinien aufgezeichnet werden. Der Dino kann mit einer Kamera ausgestattet werden, die kleinere Abweichungen zur Reihe erkennt und mit einem Verschieberahmen korrigiert. Er verfügt über Spurbreiten von 1,60 Meter bis 2,10 Meter und schafft pro Tag bis zu 5 Hektar im Salat, im Lauch oder in den Zwiebeln. Ergänzend ermöglichen kameragesteuerte elektrische Werkzeuge mit rotierenden Halbmonden das Hacken innerhalb der Reihe.

Bei autonomen Maschinen spielt der Sicherheitsaspekt eine entscheidende Rolle. Deshalb ist der Dino mit verschiedenen Sicherheitssystemen ausgestattet: An den Ecken sind sogenannte Lidar-Sensoren angebracht, die mit Laserstrahlen das Umfeld des Roboters erfassen. Nähern sich Personen oder Hindernisse, kommt der Roboter zum Stillstand. Vor jedem Rad sind drucksensitive Taster angebaut, die bei einer Berührung den Roboter ebenfalls sofort stoppen lassen. Wenn kein GPS-Signal empfangen wird, kommt der Roboter ebenfalls zum Stillstand und setzt seine Fahrt erst fort, wenn er ein zuverlässiges GPS-Signal aufnimmt.

Der Oz von Naio Technologies ist die kleinere Variante des Dino und bearbeitet das Gemüsefeld ebenso präzise – autonom oder per Fernsteuerung. Der wendige Hackroboter mit vier Elektromotoren eignet sich eher für kleinere Flächen. Er hat eine Breite von etwa 50 Zentimetern und ist 150 Kilogramm schwer. Er kann mit verschiedenen Hackwerkzeugen oder einer Säeinheit ausgestattet werden und schafft etwa 1 Hektar pro Tag. Die Traglast liegt bei 150 kg. Der Oz eignet sich auch für den Transport, er kann einen Anhänger mit max. 300 kg Gewicht ziehen. Wie beim Dino verfügt der Oz über diverse Sicherheitssysteme für den sicheren Betrieb. (BayWa)

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