Südspanien: Neuer Xylella-Fall

Erneut scheint Xylella in Spanien gefunden worden zu sein, diesmal im äußersten Süden an einer Partie Polygala myrtifolia.

Schon wieder Xylella-Funde in Spanien? Bild: GABOT.

Der betroffene Betrieb befindet sich in El Ejido, im südspanischen Andalusien. Das Quarantänebakterium wurde im April bei drei Pflanzen von Polygala myrtifolia während der obligatorischen EU-Tests auf Xylella der sechs gefährlichsten Wirtspflanzen, einschließlich Polygala myrtifolia, gefunden. Das berichtet das "Vakblad voor de Bloemisterij". Danach haben die Behörden in Andalusien die Entdeckung (kein Ausbruch) in ihrem "Boletín Oficial de la Junta de Andalucía" veröffentlicht und die aktuell übliche Gegenmaßnahme getroffen: Die Zerstörung der betroffenen Partie (mehr als 30.000 Pflanzen).

In den Niederlanden fragt sich die mit der European Nurserystock Association LTO-Abteilung für Bäume und Stauden, ob eine verschärfte EU-Maßnahme wie die obligatorische Testung der gefährlichsten Wirtspflanzen ausreicht, um die Ausbreitung von Xylella zu verhindern. Laut der Abteilung könnte ein (vorübergehendes) Handelsverbot für Polygala myrtifolia wirkungsvoller sein.

Xylella ist bereits zweimal auf dem spanischen Festland aufgetaucht , zuerst an der Ostküste, dann landeinwärts. Zuvor waren die Bakterien bereits auf den spanischen Inseln gefunden worden.