Stender: Stellt Holzschaum als Torfersatz vor

In einer Online-Veranstaltung hat der in Schermbeck beheimatete Substrathersteller Stender seinen Weg zur "Mission Torffrei 2028" vorgestellt. Gelingen soll der Torfausstieg mit einem neuen Rohstoff: Dem Holzschaum.

Holzschaum. Bild: Filmausschnitt © Stender.

„Wir wollen bis 2028 komplett aus dem Torf aussteigen. Denn wir haben verstanden: Unsere Zukunft ist torffrei …“, heißt es bei Stender – doch bisher fehlte es dem Substrathersteller an dem besonderen Rohstoff, mit dem Torf substituiert werden kann. Auch jetzt weist man bei Stender darauf hin, dass man Torf nicht 1:1 ersetzen kann – mit dem Holzschaum will man dem Rohstoff Torf mit den entsprechenden Eigenschaften allerdings sehr nah gekommen sein. So weise Holzschaum kaum Sackung auf, habe eine ähnliche Porenstruktur und hätte positive Eigenschaften in Sachen Wasserhaltefähigkeit. So sieht Stender den Holzschaum als bisher fehlendes Puzzleteil in der Kombination vor Torfersatzstoffen und als Basis für die Herstellung neuer, torffreier Substrate.

Auf den Schaum gekommen ist Stender durch die Firma Butterweck, einem Spezialunternehmen für Holzprodukte, das in mehrjähriger Versuchsarbeit diesen neuen Rohstoff entwickelt hat. Holzschaum wird aus Nadelholz und Wasser ohne weitere Zusatzstoffe hergestellt; im Herstellungsprozess wird der Schaum hygienisiert und so aufbereitet, wie es gewünscht wird. Die Verwendung als Torfersatz ist dabei nur eine Variante, andere Nutzungen sind ebenfalls angedacht. Butterweck wird im Papenburger Hafen eine große Anlage zur Holzschaumherstellung bauen, die im Jahr 2026 in Betrieb gehen soll.

Für die Verwendung im Gartenbau haben Stender und Butterweck ein gemeinsames Patent angemeldet. Beide Unternehmen setzten große Stücke auf den neuen Substrat-Zuschlagstoff, der, nachdem er in größeren Mengen vorliegt, ausgiebig getestet werden soll. Bei Stender geht man davon aus, dass mit der Verwendung von Holzschaum Substrate torffreie Substrate hergestellt werden können, die sich nicht mehr merklich von einer torfbasierten Produktionserde unterscheiden und damit auch für den Endverbraucher leichter zu handhaben sein werden. Mit Holzschaum als Torfersatz, so ist man sichg bei Stender sicher, wird die "Mission Torffrei 2028" sicher gelingen.

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Stender: Stellt Holzschaum als Torfersatz vor

In einer Online-Veranstaltung hat der in Schermbeck beheimatete Substrathersteller Stender seinen Weg zur "Mission Torffrei 2028" vorgestellt. Gelingen soll der Torfausstieg mit einem neuen Rohstoff: Dem Holzschaum.

Holzschaum. Bild: Filmausschnitt © Stender.

„Wir wollen bis 2028 komplett aus dem Torf aussteigen. Denn wir haben verstanden: Unsere Zukunft ist torffrei …“, heißt es bei Stender – doch bisher fehlte es dem Substrathersteller an dem besonderen Rohstoff, mit dem Torf substituiert werden kann. Auch jetzt weist man bei Stender darauf hin, dass man Torf nicht 1:1 ersetzen kann – mit dem Holzschaum will man dem Rohstoff Torf mit den entsprechenden Eigenschaften allerdings sehr nah gekommen sein. So weise Holzschaum kaum Sackung auf, habe eine ähnliche Porenstruktur und hätte positive Eigenschaften in Sachen Wasserhaltefähigkeit. So sieht Stender den Holzschaum als bisher fehlendes Puzzleteil in der Kombination vor Torfersatzstoffen und als Basis für die Herstellung neuer, torffreier Substrate.

Auf den Schaum gekommen ist Stender durch die Firma Butterweck, einem Spezialunternehmen für Holzprodukte, das in mehrjähriger Versuchsarbeit diesen neuen Rohstoff entwickelt hat. Holzschaum wird aus Nadelholz und Wasser ohne weitere Zusatzstoffe hergestellt; im Herstellungsprozess wird der Schaum hygienisiert und so aufbereitet, wie es gewünscht wird. Die Verwendung als Torfersatz ist dabei nur eine Variante, andere Nutzungen sind ebenfalls angedacht. Butterweck wird im Papenburger Hafen eine große Anlage zur Holzschaumherstellung bauen, die im Jahr 2026 in Betrieb gehen soll.

Für die Verwendung im Gartenbau haben Stender und Butterweck ein gemeinsames Patent angemeldet. Beide Unternehmen setzten große Stücke auf den neuen Substrat-Zuschlagstoff, der, nachdem er in größeren Mengen vorliegt, ausgiebig getestet werden soll. Bei Stender geht man davon aus, dass mit der Verwendung von Holzschaum Substrate torffreie Substrate hergestellt werden können, die sich nicht mehr merklich von einer torfbasierten Produktionserde unterscheiden und damit auch für den Endverbraucher leichter zu handhaben sein werden. Mit Holzschaum als Torfersatz, so ist man sichg bei Stender sicher, wird die "Mission Torffrei 2028" sicher gelingen.

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