Union: Vorschläge für Moorschutz und Torfnutzung

Die CDU/CSU-Fraktion will Moore schützen, gleichzeitig aber die Nutzung von Torf sicherstellen.

Die CDU/CSU-Fraktion schlägt vor, den Moorbodenschutz beispielsweise durch Torfmooskultivierung zu fördern. Bild: GABOT.

Die CDU/CSU-Fraktion schlägt dazu in einem Antrag (20/2351) vor, den Moorbodenschutz durch „Anreize und neue Nutzungsmöglichkeiten“ wie Torfmooskultivierung oder Paludikulturen auf bislang agrarwirtschaftlichen und wiedervernässten Flächen zu fördern. Zudem plädiert sie dafür, beim Schutz der Moore und Moorböden auf freiwillige und kooperative Ansätze zu setzen.

Eingriffe in das Eigentum durch Nutzungseinschränkungen etwa müssten vollumfänglich entschädigt werden. Ferner seien Forschung und Entwicklung für die Nutzung von Torfersatzprodukten weiterhin in „enger Abstimmung mit Wissenschaft und Wirtschaft“ fortzuführen sowie Anreize zu schaffen, um Gartenbetriebe für eine Umstellung auf torfreduzierte Substrate zu gewinnen, heißt es in der Vorlage. Der Erhalt der Moore als Lebensraum seltener Arten und Kohlenstoffsenke stelle einen unverzichtbaren Beitrag für Klima- und Biodiversitätsschutz dar.

Torf aus degenerierten Moorböden jedoch sei bis heute der wichtigste Bestandteil von Blumenerden und Kultursubstraten. Letztere würden insbesondere im Obst- und Gemüseanbau eingesetzt. Ziel müsse daher sein, den Einsatz von Torf von Gartenbaubetrieben europaweit zu senken und „Schritt für Schritt“ möglichst durch Substrate zu ersetzen. (hib/SAS)