Niedersachsen: Eckpunkte für Moorschutz vorgestellt

Auf einem gemeinsamen Symposium von Umwelt- und Landwirtschaftsministerium haben der Niedersächsische Umweltminister Stefan Wenzel und der Landwirtschaftsminister Christian Meyer am Donnerstag in Hannover den aktuellen Planungsstand des Programms „Niedersächsische Moorlandschaften" vorgestellt.

Auf einem gemeinsamen Symposium von Umwelt- und Landwirtschaftsministerium haben der Niedersächsische Umweltminister Stefan Wenzel und der Landwirtschaftsminister Christian Meyer am Donnerstag in Hannover den aktuellen Planungsstand des Programms „Niedersächsische Moorlandschaften" vorgestellt. Das Programm wird Teil der klimapolitischen Umsetzungsstrategie der Landesregierung.

Mit dem Programm werden die bisherigen Anstrengungen zur Erhaltung der Moore vorangebracht und der Moorschutz auf eine breitere Grundlage gestellt. Für Maßnahmen in den Moorgebieten sollen die Fördermöglichkeiten des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) genutzt werden. Für die Förderperiode 2014-2020 stehen dafür aus dem EFRE-Budget voraussichtlich 35 Mio. Euro zur Verfügung, die mit anderen nationalen Mitteln kofinanziert werden sollen.

Dazu erklärten die Minister Wenzel und Meyer: „Wir diskutieren die Strategie der Landesregierung mit den unterschiedlichen Interessengruppen offen und ausführlich, denn der Moorschutz kann nur im Dialog, insbesondere mit der Landwirtschaft, zu einem Erfolgsmodell werden. Jedes Moor, das erhalten oder in seinem Zustand verbessert wird, trägt zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen und damit zum aktiven Klimaschutz bei. Nach aktuellen Berechnungen des Landesamts für Bergbau, Energie und Geologie werden die Emissionen aller kohlenstoffreicher Böden in Niedersachsen auf 10,6 Mio. Tonnen CO2-Äquivalente geschätzt, wovon etwa 90% aus der landwirtschaftlichen Nutzung stammen. Investitionen in den Moorschutz zahlen sich gleichzeitig auch zur Erhaltung der biologischen Vielfalt aus. Die Sicherung und Entwicklung des europäischen ökologischen Netzes Natura 2000 besitzt daher auch in der niedersächsischen Naturschutzpolitik einen hohen Stellenwert." (ml.nds)