Moorrenaturierung und Ausstieg aus der Torfnutzung: Kann das gelingen?

Der NABU diskutiert mit Botschaftern und Regierungsexperten über den Schutz der Moore als Kohlenstoffspeicher.

Konventioneller Torfabbau. Bild: GABOT.

Moore spielen für das Leben auf der Erde eine bedeutende Rolle. Sie regulieren den Wasserkreislauf, sind Lebensraum spezialisierter Tier- und Pflanzenarten und speichern große Mengen Kohlenstoff. Entwässerung und die Gewinnung von Torf haben große Gebiete unberührter Moore jedoch zerstört. Um die Ziele des Pariser Klimaabkommens, nämlich die Treibhausgasemissionen bis 2030 um 40% zu senken, zu erreichen, ist ihr Schutz von immenser Bedeutung. Was können und müssen wir tun, um intakte Moore zu erhalten und zerstörte Moore zu renaturieren und wieder zu Kohlenstoffsenken umzufunktionieren? Wie kann uns der Ausstieg aus der Torfnutzung gelingen?

Gemeinsam mit den Botschaften Estlands, Lettlands und Litauens möchte der NABU als führender Partner des EU-LIFE-Projekts "Peat Restore" diese Fragen kritisch diskutieren. Im Anschluss an die Podiumsdiskussionen gibt es die Möglichkeit, eine Fotoausstellung zu besichtigen, die die Schönheit der nordeuropäischen Moorlandschaften sowie die Renaturierungsmaßnahmen im Rahmen des LIFE-Projekts "Peat Restore" darstellt. Zu Getränken werden Köstlichkeiten aus Estland, Lettland und Litauen gereicht.

„Moorrenaturierung – ein Beitrag für den Klimaschutz“
Termin: Mittwoch, 15. Januar 2020, 17:00 Uhr
Ort: Botschaft der Republik Estland, Hildebrandstraße 5, 10785 Berlin
Mit (u.a.): Alar Streimann, Botschafter der Republik Estland
Alda Ozola, Vize-Umweltministerin der Republik Lettland
Jörg-Andreas Krüger, NABU-Präsident
Prof. Dr. Hans Joosten, Generalsekretär der International Mire Conservation Group (IMCG)
Christian Holzleitner, Leiter des Referats C.3 Landnutzung und Innovationsfinanzierung der EU-Kommission (DG Clima)