Klasmann-Deilmann: Stegemann und Beeck zu Gast

Zu Gast bei Klasmann-Deilmann waren MdB Albert Stegemann (CDU), Helmut Höke (Bürgermeister Samtgemeinde Geeste), Holger Cosse (Vorsitzender CDU-Kreisverband), Kathrin Blome (Vorsitzende CDU-Gemeindeverband) und Oliver Trappmann (Vertriebsleiter Zentraleuropa Compo GmbH). Tags darauf besuchte MdB Jens Beeck (FDP) das Unternehmen.

Setzten den Dialog bei Klasmann-Deilmann fort: (hinten) Oliver Trappmann (Compo) und Holger Cosse (CDU), (Mitte) Bernd Wehming (Geschäftsführer Klasmann-Deilmann) und Helmut Höke (Bürgermeister Geeste), (vorne) Moritz Böcking (Geschäftsführer Klasmann-Deilmann), Kathrin Blome (CDU) und Albert Stegemann (Mitglied des Bundestages). Bild: Klasmann-Deilmann.

Moritz Böcking, Geschäftsführer der Klasmann-Deilmann-Gruppe, führte aus, dass Substrate auch in der Corona-Pandemie zu jeder Zeit verfügbar waren, um Gemüse, Salat und Obst zu kultivieren. Während internationale Lieferketten mit Engpässen kämpften, konnte die Substratbranche uneingeschränkt weiter produzieren und insbesondere die Ernährungswirtschaft beliefern. Wesentlicher Grundpfeiler dafür war die Nutzung heimischer Rohstoffe wie Torf, Holzfasern und Grünkompost. „Wir sind der Arbeitsgruppe Ernährung in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion dankbar, dass sie einen klaren Blick auf diese Sachlage behält und für eine Rohstoffpolitik mit Augenmaß einsteht“, so Moritz Böcking. „Die Corona-Krise hat gezeigt, dass wir ein verlässlicher Partner der Lebensmittelbranche sind, auch weil wir lokale Ressourcen wie Torf und Holz einsetzen.“

Albert Stegemann bestätigte, dass die Substratindustrie auf einen ausgewogenen Rohstoffmix angewiesen ist, um ihrer gesellschaftlichen Verantwortung auch zukünftig nachkommen zu können. Er verwies auf das Zehn-Punkte-Programm des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, das eine Verminderung der Torfnutzung in Kultursubstraten vorsieht. „Gleichzeitig steht außer Frage, dass diese Entwicklung Zeit braucht und der Zugriff auf nachwachsende Rohstoffe erleichtert werden muss. Die Substratbranche ist fester Bestandteil wichtiger Wertschöpfungsketten. Die Politik fordert hier und unterstützt zugleich.“

Besonders interessiert zeigte sich Albert Stegemann an der Torfmooskultivierung, mit der die Renaturierung ehemaliger Gewinnungsflächen beschleunigt werden kann. „Die gezielte Ausbringung von Torfmoosen führt deutlich früher zur Bindung von klimaschädlichen Gasen als andere Verfahren“, führte Moritz Böcking aus. Albert Stegemann schloss, „dass dieses Verfahren auch für die Agrarwirtschaft wegweisend sein könnte, um Klimaschutzziele bis 2030 zu erreichen. Wir wollen den Strukturwandel so gestalten, dass alle mitkommen.“

MdB Jens Beeck interessierte sich ebenfalls für die Torfmooskultivierung und ließ sich außerdem eingehend über die umfangreichen Kurzumtriebsplantagen (KUP) von Klasmann-Deilmann berichten. Hintergrund war das gemeinsame Interesse an der Aufwertung beanspruchter Agrarflächen im In- und Ausland. Weitere Themen waren der Ausbau von Kompostierungsanlagen, die Errichtung von Windparks und der Verlauf künftiger Stromtrassen durch das mittlere Emsland.