Klasmann-Deilmann: Aus dem Dialog entsteht Zukunft

Bernd Wehming und Michael Perschl (Klasmann-Deilmann GmbH) empfingen den Landrat Johann Wimberg, um ihn über die Perspektiven von Torfgewinnung und Substratproduktion zu informieren.

Landrat Johann Wimberg (rechts) bedankte sich bei den Geschäftsführern Michael Perschl (links) und Bernd Wehming für die Einladung. Bild: Klasmann-Deilmann.

Landrat Johann Wimberg hat sich bei der Klasmann-Deilmann GmbH über die Perspektiven von Torfgewinnung und Substratproduktion informiert. Bernd Wehming, Geschäftsführer der Klasmann-Deilmann-Gruppe, und Michael Perschl, Geschäftsführer der Klasmann-Deilmann Produktionsgesellschaft Nord, empfingen den Landrat des Kreises Cloppenburg in Sedelsberg.

Begleitet wurde Johann Wimberg von Thomas Otto, Bürgermeister der Gemeinde Saterland, der persönlichen Referentin Dr. Lydia Kocar, durch Ansgar Meyer als Dezernent für Bauen/Planen/Umwelt sowie von Dirk Gehrmann aus der Stabsstelle Wirtschaftsförderung.

Bernd Wehming brachte Johann Wimberg auf den neuesten Stand der Entwicklung der Klasmann-Deilmann-Gruppe, die mit gut 1.000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von 220 Mio. Euro nach wie vor das weltweit führende Unternehmen der Substratbranche ist. „Inzwischen gehen 47% unserer Produkte in die Ernährungswirtschaft“, führte Bernd Wehming aus. „In der Wertschöpfungskette für gesunde Nahrungsmittel nimmt unser Unternehmen eine wichtige Rolle ein.“

Michael Perschl zeigte die aktuelle Situation sowie die Entwicklungsmöglichkeiten des traditionsreichen Produktionswerkes im Saterland auf. Dabei ging er vor allem der Frage nach, wie sich die zunehmende Herstellung von Torfersatzstoffen, der eigene Bahnanschluss und die nahegelegenen Wasserwege noch stärker als Standortvorteile nutzen lassen. „Wir verfolgen langfristige Pläne, um auch für die Zeit nach Beendigung der Torfgewinnung eine zukunftweisende Basis vorweisen zu können“, so Michael Perschl. „Dazu suchen wir den Schulterschluss mit dem Landkreis.“

Eine rege Diskussion entstand im Zusammenhang mit der Kompostierung von Grünreststoffen aus dem Landkreis, der möglichen Rolle des C‑Port, der Familienfreundlichkeit und dem ausgeprägten Fokus auf Nachhaltigkeit bei Klasmann-Deilmann. Auch die Möglichkeiten zu einer beschleunigten Renaturierung ehemaliger Gewinnungsflächen wurden erörtert. „Es ist ein bedenkenswerter Ansatz, den Klasmann-Deilmann hier vorschlägt“, resümierte Thomas Otto. „Ein Großteil der Flächen liegt in unserem Einzugsgebiet. Die zügige Wiederherrichtung von Moorböden wäre für den Klima- und Naturschutz in Sedelsberg ein Zugewinn.“

Johann Wimberg bedankte sich für die Einladung, sich als Landrat bei Klasmann-Deilmann vorstellen zu können. „Es ist mir wichtig, den engen Kontakt zur Wirtschaft zu pflegen“, so Wimberg. „Unternehmen wie Klasmann-Deilmann sind das Rückgrat unserer Heimatregion. Deshalb suchen wir den Austausch, deshalb wollen wir Ansprechpartner sein, deshalb achten wir auf kurze Wege. Aus dem Dialog entsteht Zukunft.“

Einig waren sich die Beteiligten über die große Schnittmenge an vorrangigen Themen, die es anzupacken gilt. „Es ist wichtig, dass wir hier gemeinsam etwas schaffen“, so Bernd Wehming. „Am Ende können alle Seiten davon profitieren.“ (Klasmann-Deilmann)