HAWITA: Schont wertvolle Ressource Torf

Viele kommende Generationen sollen noch vom wertvollen Rohstoff Torf profitieren. Deswegen setzt die HAWITA Gruppe seit vielen Jahren auf torfreduzierte Substrate. Auf der Internationalen Pflanzenmesse (IPM) in Essen stellt das Unternehmen gleich mehrere neue Erden vor, die mit weitaus weniger Torf auskommen.

Viele kommende Generationen sollen noch vom wertvollen Rohstoff Torf profitieren. Deswegen setzt die HAWITA Gruppe seit vielen Jahren auf torfreduzierte Substrate. Auf der Internationalen Pflanzenmesse (IPM) in Essen stellt das Unternehmen gleich mehrere neue Erden vor, die mit weitaus weniger Torf auskommen.

Zu den neuen Substraten gehören eine Vermehrungserde auf der Basis von Cocopeat, Perlite und Weißtorf. Der Torfanteil beträgt nur noch 40%. Das Rindenkultursubstrat auf Basis von Vulkanton und Rindenhumus enthält sogar nur noch 35% Torf. 60% beträgt der Torfanteil bei einem neuen Staudensubstrat, das ansonsten Ton, Holzfaser, Grünkompost und Bims enthält. Ganz ohne Torf kommt die neue Universalerde aus. Sie besteht aus Vulkanton, Holzfasern, Rindenhums, Cocopeat und Kokosfasern.

„Wir möchten, dass auch in Zukunft noch viele Gärtner vom Torf als Grundlage für die Pflanzen profitieren“, sagt Simon Tabeling, geschäftsführender Gesellschafter der HAWITA Gruppe. Seit vielen Jahren bietet das Unternehmen Substrate mit weniger Torf an. Der Gesamtanteil der Torfersatzstoffe in den Substraten liegt bei mehr als 10%, an einzelnen Standorten sogar bei mehr als 25%.

Vorreiter von Responsibly Produced Peat
Zudem sorgt sich HAWITA in Zusammenarbeit mit Naturschützern um die Wiedervernässung der vorher meist von der Landwirtschaft genutzten Abbaugebiete in Norddeutschland und im Baltikum. „So entsteht eine ökologisch wertvollere Fläche als vor dem Torfabbau“, betont Tabeling. Das sei ganz im Sinne der neuen Initiative Responsibly Produced Peat (RPP), zu deren Vorreitern HAWITA gehört. Demnach verpflichten sich die Produzenten dazu, intakte Moorflächen nicht anzutasten, schonend mit Torf umzugehen und die abgetorften Flächen zu renaturieren.

Die Reduzierung des Torfs im Substrat erfordert ein spezielles Knowhow. „Die Mischung der Ersatzstoffe muss stimmen, damit Wasser- und Stickstoff-Haushalt der Pflanze nicht aus dem Gleichgewicht geraten“, sagt Oliver Weiß, Laborleiter der HAWITA Gruppe. Denn viele der pflanzlichen Torfersatzstoffe haben die Eigenschaft, Stickstoff im Substrat zu binden. Dann steht dieser nicht als löslicher Stickstoff für das Pflanzenwachstum zur Verfügung. So führt die HAWITA Gruppe für ihre Kunden während der Kultur Nährstoffanalysen im hauseigenen Labor durch, um ihn bei der Umstellung auf das torfreduzierte Substrat zu unterstützen.

Als Torfergänzungsstoffe kommen im Unternehmen Rindenhumus, Grünkompost, Kokos, Holzfaser, Holzhäcksel und mineralische Stoffe wie Vulkanton, Blähton, Perlite, Lava und Bimskies zum Einsatz.