IPM ESSEN: Leistungsschau für den produzierenden Gartenbau

Von der Pflanze bis zur Technik – Gärtner finden auf der IPM ESSEN 2019 alle relevanten Produkte und Dienstleistungen. Nachhaltigkeit und Klima sind bestimmende Themen der Weltleitmesse.

Von der Pflanze bis zur Technik – Gärtner finden auf der IPM ESSEN 2019 alle relevanten Produkte und Dienstleistungen. Bild: Messe Essen.

Vom 22. bis 25. Januar 2019 versammelt sich die gesamte internationale grüne Branche in der Messe Essen. Rund 1.600 Aussteller aus knapp 50 Ländern zeigen ihre Neuheiten in den Bereichen Pflanzen, Technik, Floristik und Ausstattung. Auf der IPM ESSEN findet der produzierende Gartenbau traditionell die neueste Technik, innovative Substrate sowie eine umfassende Auswahl an Pflanzen: von Zierpflanzen und Hydrokulturen über Kräuter-, Gemüse- und Obstpflanzen bis hin zu mediterranen Gewächsen und Baumschulware. Alle führenden Pflanzenzüchter und Vermarktungsorganisationen sind vertreten. Ergänzend zum Ausstellerangebot bietet die IPM ESSEN ein exzellentes Rahmenprogramm wie zum Beispiel das internationale Gartenbauforum mit Partnerland Belgien oder das Neuheitenschaufenster.

Pflanzen jeder Form und Farbe sind in den Hallen 1, 2, der Hälfte der Halle 4, den Hallen 6, 7, 8, 8B sowie der Galeria und dem Foyer der Grugahalle zu finden. Allein der Blick auf das Angebot der internationalen Gemeinschaftsstände verrät, wie vielseitig das Pflanzenangebot der IPM ESSEN ist: Ob Chrysanthemen und stressristente Sommerlinden aus dem Partnerland Belgien, luftverbessernde Gewächse aus Dänemark, Yucca aus Costa Rica, trockenresistente Pflanzen aus Israel, Rosen aus England, Balkontomaten aus Frankreich, Dickblattgewächse aus Mexiko, robuste Baumschulware aus Polen, Zitronenbäumchen aus Italien oder Orchideen aus Taiwan. Darüber hinaus zeigen global agierende Züchter ihre neusten Pflanzenkreationen.

Gleich zwei Wettbewerbe dienen dem produzierenden Gartenbau als Orientierungshilfe, welche Sorten demnächst auf dem Markt angesagt sein werden: Das Neuheitenschaufenster in Halle 1A kürt unter allen IPM-Pflanzenausstellern die besten Neuzüchtungen in den Kategorien „Beet- und Balkonpflanze“, „Kübelpflanze“, „Blühende Zimmerpflanze“, „Schnittblumen“, „Gehölze“ und „Stauden“. Der Show Your Colours Award am Stand von BIZZ in Halle 8 bringt mehrjährige Pflanzen hervor, die sich aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften besonders gut vermarkten lassen. Auch nationale und internationale Vermarktungsorganisationen zählen zu den Ausstellern der IPM ESSEN: Vertreten sind Landgard, Royal Flora Holland, Flora Dania, GASA und Veiling Rhein-Maas. Ein geeigneter Ort zum Netzwerken ist das BGI Trade Center in Halle 1. Auf der Fläche des Verbands des Deutschen Blumen-Groß- und Importhandels werden Dienstleistungen des Großhandels präsentiert.

Infocenter Gartenbau versammelt grüne Berufsverbände an einem Ort

Ein Muss für jeden Gärtner ist das Infocenter Gartenbau in Halle 1A: Der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG), ideeller Träger der IPM ESSEN, sowie der Mitveranstalter Landesverband Gartenbau Nordrhein-Westfalen e. V. präsentieren ihr umfangreiches Leistungsspektrum. Vervollständigt wird das Angebot durch die Bundesverbände Zierpflanzen (BVZ), die Einzelhandelsgärtner (BVE) sowie den Bund deutscher Friedhofsgärtner (BdF), die zu Produktions- und Dienstleistungsfragen Auskunft geben und neue Serviceangebote vorstellen. Neben den Berufsverbänden stellen Institutionen aus Beratung, Wissenschaft und Forschung sowie Aus- und Weiterbildung ihre neuesten Erkenntnisse vor. Ein Anziehungspunkt wird in diesem Zusammenhang die Lehrschau sein. Unter dem Motto „Unterirdisch gut!“ dreht sich hier alles um die Optimierung des Wurzelraumes.

Die richtige Technik ist entscheidend

Egal ob Grünpflanze, Zierpflanze oder Gemüsepflanze – um effizient, gesunde und qualitativ hochwertige Pflanzen produzieren zu können, bedarf es der richtigen technischen Ausstattung. Anbieter von Gewächshäusern, Folien, Topfmaschinen Bewässerungs- und Düngesystemen sowie Hersteller von Substraten und Düngern sind konzentriert in der Halle 3 und der Hälfte der Halle 4 anzutreffen. Alle Marktführer sind vertreten und beraten umfassend.

Gartenbauforum mit Partnerland Belgien

Beim Internationalen Gartenbauforum am 24. Januar steht traditionell das Partnerland im Fokus und bietet den Teilnehmern Einblicke in neue gartenbauliche Erkenntnisse. 2019 greift Belgien das Thema „Nachhaltigkeit im Gartenbau der Zukunft“ auf. Zu den Referenten zählen hochkarätige Experten des „Technopool Zierpflanzenbau“, der von den beiden belgischen Forschungsinstituten PCS und ILVO („Instituut voor Landbouw en Visserijonderzoek“) und dem Institut für Agrar- und Fischereiforschung, gemeinsam mit der Universität und der Hochschule Gent gegründet wurde.

Know-how und Networking: Seminarreihe „Grüne Städte für ein nachhaltiges Europa“

Die EU-Kampagne „Grüne Städte für ein nachhaltiges Europa“ begeistert und vernetzt kommunale Entscheider, Stadtplaner, Landschaftsarchitekten sowie Garten- und Landschaftsbauer in ganz Europa für eine grüne Stadtentwicklung. Vor diesem Hintergrund lädt am 23. Januar der Bund deutscher Baumschulen (BdB) in Kooperation mit der Stiftung „DIE GRÜNE STADT“ zur Diskussion zum Zukunftsthema „Stadtgrün im (Klima-)Wandel“ ins Congress Center West der Messe Essen ein. Hier erfahren Fachkräfte des Gartenbaus, welche Sorten zukünftig im städtischen Grün bestehen können. Vortragsthemen lauten unter anderem „Stadtplanung der Zukunft: Von grauen Fassaden zu grünen Lungen“ und „Alte und neue Gehölzsortimente im Klimawandel“.

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