Kleeschulte: Neue Substratfaser entwickelt

Die Firma Kleeschulte hat die eine wasserspeichernde Substratfaser entwickelt.

Meilenstein für torffreie Erden und Substrate. Bild: Kleeschulte Erden.

Das Erdenwerk Kleeschulte hat zur IPM 2018 mit topora® ®aqua eine Weltneuheit auf den Markt gebracht. Als erstes Alternativprodukt zu Torf und Kokosmark erreicht die Produktinnovation ausgezeichnete wasserspeichernde Eigenschaften und erschließt damit völlig neue Möglichkeiten für nachhaltige Erden und Substrate.

Damit gelingt dem Kleeschulte-Team ein lange gesuchter Quantensprung. Ziel war es, aus heimischen Rohstoffen eine nachhaltige Alternative zu wasserspeichernden Zuschlagstoffen wie Kokosmark oder Torf zu entwickeln. Dieses Ziel wurde in allen Punkten erreicht. „Wir haben die neue Substratfaser von Kleeschulte Erden im Vergleich zu Mischtorf, Weißtorf, Kokosmark und normaler Holzfaser auf ihre physikalischen Eigenschaften untersucht. Die Ergebnisse sind überzeugend gut in Bezug auf Wasserhaltefähigkeit und Schrumpfungsverhalten. Unter diesen Gesichtspunkten eine echte Alternative zu Kokosmark und nicht zuletzt auch zu Torf,“ meint Hagen Knafla, unabhängiger Branchenexperte der Firma horticon. Damit ist bestätigt, dass topora® aqua Wasser auf hohem Niveau speichert und fachlich sowie ökologisch sinnvoll ist. Wirtschaftlich lässt sich der neue heimisch und nachhaltig gewonnene Rohstoff bestens einsetzen. Über zwei Jahre Entwicklungsarbeit wurden in Zusammenarbeit mit Partnern und dem eigenen Team in die Optimierung der wasserspeichernden Eigenschaften investiert.

Wasserspeichernde Komponenten sind ein wesentlicher Baustein von Blumenerden und Substraten. Im konventionellen Bereich deckt Torf diese Eigenschaften weitgehend ab. Bei torffreien Erden fehlte es in der Vergangenheit an heimischen Produkten mit vergleichbaren Eigenschaften. Eingesetzt werden bisher vor allem Importprodukte aus Kokosmark. Diese Produkte sind aber nicht unumstritten. Die Transportwege für Kokos sind lang, entsprechend klimaschädlich und teuer. Außerdem wird für Reinigung und Aufbereitung des Materials in den Produktionsländern vielfach wertvolles und knappes Süß- also Trinkwasser verbraucht. Diese Sachverhalte führen immer wieder zu kritischen Fragen und Berichterstattungen und zu der berechtigten Frage nach ökologisch sinnvollen und regionalen Alternativen.

Neben den fachlichen Argumenten sind vor allem die ökologischen und logistischen Vorteile im Vergleich zu Torf und Kokosmark bemerkenswert. topora®aqua wird aus naturbelassenen, heimischen Hölzern, ohne chemische Zusatzstoffe hergestellt. Wie bei Kleeschulte üblich, werden regionale Rohstoffe eingesetzt, die in einem speziellen Verfahren im eigenen Werk schonend aufbereitet werden. Für Erdenwerke ist das Material just in time verfügbar und im Vergleich zu Kokos auch wirtschaftlich sehr sinnvoll einsetzbar. (Quelle: Kleeschulte Erden)

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