Gramoflor: Gute Rohstoffe aus eigenen Händen

Gramoflor verfügt über eigenen Torf und jetzt auch über Holzfaser aus eigener Produktion.

Josef Gramann, geschäftsführender Gesellschafter von Gramoflor, mit den beiden Hauptrohstoffen Torf und Holzfaser in den eigenen Händen. Bild: Gramoflor.

Auf der diesjährigen Internationalen Pflanzenbaumesse (IPM), die vom 23. bis zum 26. Januar in Essen stattfindet, informiert das Vechtaer Substratunternehmen Gramoflor über eine große zukunftssichernde Investition: Anfang 2018 geht die eigene Holzfaseranlage „ans Netz“.

„Mit der Investition in eine eigene Holzfaseranlage setzen wir einen weiteren Meilenstein auf unserem Weg der Ressourcenschonung und der CO2-Einsparung“, sagt Josef Gramann, der geschäftsführende Gesellschafter von Gramoflor. Er ergänzt: „Als Qualitätslieferant von Erden und Substraten für den professionellen Gartenbau investieren wir laufend in unsere eigenen Produktionswerke, um den Anforderungen des Marktes und den Kundenwünschen stets gerecht zu werden und um zukunftsorientierte Substratlösungen zu liefern.“

Er fügt hinzu: „Der Einsatz von Torf ist für den Erwerbsgartenbau noch immer unverzichtbar. Aber auch nachwachsende möglichst heimische Rohstoffe halten mehr und mehr Einzug in die Kultursubstrate von heute und der Zukunft. Im Sinne der Ressourcenschonung ist es unser Unternehmensziel, den Torfanteil in unseren Substraten, soweit es unter Berücksichtigung der Kultursicherheit möglich ist, zu reduzieren. Dieser konsequente Weg wird bei Gramoflor nun durch die Investition in eine eigene Holzfaseranlage gefestigt, so dass wir neben dem eigenen Rohstoff Norddeutscher Torf von nun an auch über unsere eigene Qualitätsholzfaser LIGNOFIBRE® verfügen. Zugunsten der Produktqualität haben wir die beiden Hauptrohstoffe, die sich zudem noch gut ergänzen, damit in den eigenen Händen.“

Die Holzfaser hat sich mittlerweile im Gartenbau etabliert und sie ist heute ein fester Bestandteil in den Substraten und Hobbyerden. Torfreduzierte und torffreie Produkte werden mehr und mehr nachgefragt.

Die Gramoflor-eigene Holzfaseranlage ist mit der modernsten Technik ausgestattet. Aus Holzhackschnitzeln von gesicherter Qualität aus dem Sägewerk macht sie durch eine thermisch-mechanische Auffaserung einen für den Gartenbau besonders gut geeigneten Substratrohstoff. In die Entwicklungsarbeit sind dabei die Erfahrungen der letzten Jahre mit eingeflossen und die thermische Vorbehandlung ist ein wichtiger Verarbeitungsschritt zum Erreichen von eigenen Top-Qualitäten. Die eigene Holzfaseranlage ist zudem ein großes Plus für die eigene Forschungs- und Entwicklungsarbeit und innovative Ideen können mit Hilfe der neuen Technik weiter voran gebracht werden.

Bereits seit vielen Jahren stehen bei Gramoflor verschiedene sog. „Torffraktionen“ zur Verfügung, die je nach Kultur eine einstellbare Substratstruktur von superfein bis supergrob ermöglichen.

Nach diesem Beispiel ist nun auch die Qualitätsholzfaser LIGNOFIBRE® in den drei Varianten: mittelgrob-ungefärbt, mittel-gefärbt und extrafein-gefärbt erhältlich und bei torfreduzierten und auch torffreien Substraten kann somit ebenfalls ideal auf die unterschiedlichen Kulturanforderungen eingegangen werden.

Während bei einigen Profisubstraten, wie z.B. bei Containerkulturen, eine deutlich faserige Struktur ausdrücklich gewünscht ist, so soll sie bei z.B. Anzuchtsubstraten und Hobbyerden doch eher fein und die Holzfaser sollte nicht unbedingt sichtbar sein. Gerade für Presstöpfe und Vermehrungs- und Topfsubstrate im 9er und 11er Topf ist eine sehr feine Struktur besonders gut geeignet, denn diese ermöglicht eine sehr homogene Struktur und Optik. Für eine im Substrat sichtbare Torfreduktion eignet sich wiederum die ungefärbte Variante, die auch für Bio-Substrate eingesetzt werden kann.

Zu guter Letzt ergänzt Josef Gramann: „Da es sich bei der Holzfaser LIGNOFIBRE® um einen nachwachsenden und zudem noch heimischen Rohstoff handelt, kann die CO2-Bilanz eines Substrates bzw. einer Hobbyerde durch ihren Einsatz deutlich verbessert werden. Mit anderen Worten: je mehr der fossile Rohstoff Torf im Substrat gegen die Holzfaser ersetzt wird, desto höher ist die CO2-Einsparung und dies kommt wiederum der Umwelt zugute.“ (Quelle: Gramoflor)

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