Steigendes Angebot an Frühweißkohl

vollständig auf Frühware umgestellt, für Lagerkohl bestehen nur noch im internationalen Versandgeschäft und in der Verarbeitung begrenzte Absatzmöglichkeiten.

Deutschland

Weißkohl: Der Warenabfluss im internationalen Versandhandel ist für alterntige Ware weiterhin sehr schleppend. Der größte Teil der noch vorhandenen Kühllagerbestände findet auf diesem Weg keine Abnehmer und gehen in die Tierfütterung. Kleine Mengen können noch exportiert werden jedoch sind die Preise weiter desolat oftmals werden kaum die Aufbereitungskosten gedeckt. Die Preise liegen auf dem Niveau der Vorwoche. Für großfallende bzw. Industrieware wird 3-3,50 in Ausnahmen auch nur 2,50 EUR/100kg gezahlt.

Frühweißkohl: Der LEH hat seine Programme auf Frühware umgestellt. Die Erstbestückung ist erfolgt. Die Folgedispositionen fallen aber oftmals kleiner als erwartet aus. Vielfach wird dies auf die insgesamt angespannte Lage im Gemüsesortiment gesehen. Sowohl Salate als auch beispielsweise Blumenkohl wird zu sehr günstigen Konditionen an den Endverbraucher weitergegeben und begrenzen somit die Absatzmöglichkeiten für Frühweißkohl. Die Kulturstände werden allgemein als gut beschrieben. Die Wachstumsbedingungen sind optimal und die Qualitäten ausgeglichen. Bedingt durch die ruhige Absatzlage bauen sich zum Teil bereits Bestände auf und die Preishaltung wird zunehmend flexibler. Erzeugerpreise liegen in dieser Woche bei 12-15 EUR/100kg und werden überwiegend schwächer eingeschätzt.

Rotkohl: Saisonüblich spielt Rotkohl an den Märkten nur noch eine untergeordnete Rolle. Die Lagerrestbestände lassen sich weitestgehend unterbringen. Die Preise können sich behaupten. Das Vermarktungsfenster ist aber nunmehr durch die stärkere Angebotspräsenz neuer Ware stark begrenzt. Der LEH steigt zunehmend auf neuerntigen Rotkohl um. Es steht regional mehr Ware für die Vermarktung bereit. Auch in Norddeutschland sind, früher als erwartet, erste Angebotsmengen zum Schnitt gekommen. Die Preise für Frührotkohl lagen in der letzten KW noch bei 20-22 EUR/100kg und haben sich in dieser Vermarktungswoche bei 18-20 EUR/100kg eingependelt. Vielfach geht man von weiter abschwächenden Preisen aus.

Wirsingkohl: Der Markt ist weitestgehend ausgeglichen. Das zur Verfügung stehende Angebot lässt sich gut platzieren. Vorerst geht man von einer stabilen Marktlage aus. Für die industrielle Verwertung fallen keine Mengen an. Die Nachfrage seitens des LEH ist durchaus zufriedenstellend. Die Erzeugerpreise liegen aktuell bei 24-26 EUR/100kg.

Spitzkohl: Die Nachfrage ist für das nun merklich steigende Angebt zu schwach. Der Angebotsdruck nimmt zu und die Preise gebe auf allen Vermarktungsebenen deutlich nach.

Chinakohl: Die Situation bleibt angespannt. Der Markt kann die erntereifen Partien derzeit kaum aufnehmen. Die Preise geben gegenüber der Vorwoche nochmals nach. Die Situation beim Eissalat mit Endverkaufspreisen von 0,27-0,33 EUR/Stück beim diskontierenden LEH hat sicherlich nicht zu einer Verbesserung der Absatzmöglichkeiten für Chinakohl geführt.

Niederlande

Weißkohl: Es haben sich Exportmöglichkeiten Richtung Großbritannien ergeben und zu einer Stimmungswende geführt. Die Risikobereitschaft seitens der Erzeuger ist nun wieder vorhanden und es wird weniger Ware der Tierfütterung zugeführt. Ob die Versuche festere Preise durch zusetzten von Nachhaltigkeit geprägt sind, muss die Nachfrage im europäischen Umfeld zeigen. Rotkohl: Die restlichen Angebotsmengen an Lagerware sind kaum noch von Bedeutung und lassen sich nur noch über den Preis vermarkten. (Quelle: AMI)