Norderstedt: Gärtnerinnen und Gärtner freigesprochen

Am vergangenen Freitag nahmen in der TriBühne Norderstedt 178 Gärtnerinnen und Gärtner aus sechs Fachsparten ihre Urkunde für eine erfolgreich bestandene Ausbildung entgegen.

Am vergangenen Freitag nahmen in der TriBühne Norderstedt 178 Gärtnerinnen und Gärtner aus sechs Fachsparten ihre Urkunde für eine erfolgreich bestandene Ausbildung entgegen. Im ausbildungsstärksten gärtnerischen Berufszweig, dem Garten- und Landschaftsbau, glänzte Maik Schäfer von der Firma Michael Kotzur Garten- und Landschaftsbau, Osdorf/Borghorst mit besonders hervorragenden Leistungen. Unter allen GaLaBau-Auszubildenden des Landes erzielte er den besten Abschluss. Für Schäfer ist dies ein weiterer großer Erfolg während seiner Ausbildung: Im Mai dieses Jahres holte er gemeinsam mit seinem Teamkollegen aus Bordesholm bereits den 3. Platz in der länderübergreifenden Gesamtwertung beim Landschaftsgärtner-Cup Nord, dem Berufswettkampf der Landschaftsgärtner-Azubis aus Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern.

Die Traumnote 1,41 im Abschlusszeugnis strahlen zu sehen, erfüllt an sich schon mit großem Stolz. Wenn man dann wie Maik Schäfer auch noch die höchste Gesamtpunktzahl aller Prüflinge seiner Fachrichtung erreicht, zeigen beide grünen Daumen zu Recht steil nach oben. Für diese Glanzleistung wurde der 24jährige frisch gebackene Landschaftsgärtner bei der heutigen Freisprechungsfeier aller Gärtnerinnen und Gärtner Schleswig-Holsteins geehrt. Ebenfalls eine Auszeichnung erhielt der zweitbeste Absolvent, der 18jährige Felix Funke von der Firma Garten- und Landschaftsbau Dirk Mosch in Mölln. Er erreichte die ebenfalls hervorragende Abschlussnote 1,45.
Insgesamt entließ der Garten- und Landschaftsbau in diesem Jahr nach Angaben der Landwirtschaftskammer 86 Nachwuchskräfte ins Berufsleben. Dies entspricht einem Anteil von 48% an der Gesamtzahl der Prüflinge im Gartenbau. Die übrigen 92 Absolventen werden künftig als Obst- oder Gemüsebauer, Blumen- und Zierpflanzengärtner, Friedhofsgärtner, Staudengärtner oder in Baumschulen arbeiten. Neben den 86 Auszubildenden sprachen die Landschaftsgärtner heute auch 24 Werker frei, die ebenfalls im beliebtesten Tätigkeitsbereich der gärtnerisch geprägten Berufszweige ausgebildet wurden.

„56% der Jugendlichen, die sich in den vergangenen zehn Jahren für eine Vollzeit-Ausbildung in einem der sieben gärtnerischen Berufe entschieden haben, wollten Landschaftsgärtners werden“, berichtete Adonis Andresen, Ausbilder und Referent für Nachwuchswerbung beim Fachverband Garten,- Landschafts- und Sportplatzbau Schleswig-Holstein (FGL). Und dieser Trend setzt sich auch im Jahr 2011 fort: Während in diesem Jahr die Gesamtzahl der in Schleswig-Holstein in allen gärtnerischen Fachrichtungen geschlossenen Ausbildungsverträge voraussichtlich um etwa 15% zurückgehen wird, ist der Garten- und Landschaftsbau zuversichtlich, den Stand des Vorjahres halten zu können. Anfang August haben bereits 98 junge Leute im nördlichsten Bundesland die Ausbildung zum Landschaftsgärtner begonnen, weitere Einstellungsgespräche laufen. In 2010 wurden insgesamt 106 Bewerber eingestellt.

Durch die heutige Freisprechungsfeier aller Gärtnerinnen und Gärtner führten Arne lngmar Johannsen, Präsident des FGL und Andreas Lohff, Präsident des Gartenbauverbandes Nord. „Die Jahrgänge, die jetzt ihre Facharbeiterprüfung abschließen, haben überdurchschnittlich gute berufliche Perspektiven! Der Bedarf an guten und engagierten Nachwuchskräften ist hoch. Daher muss sich ein qualifizierter Gärtner oder eine qualifizierte Gärtnerin nicht vor der Arbeitslosigkeit fürchten“, betonte Johannsen bei der Begrüßung.

Claus Heller, Präsident der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, forderte die jungen Nachwuchskräfte auf, sich aktiv den Anforderungen der Zukunft zu stellen und die vielfältigen Weiterbildungsmöglichkeiten zu nutzen. „Wie ein Garten und auch eine Pflanze gepflegt werden muss, so bedarf es auch für Ihr Wissen und Können der Pflege bzw. der Weiterbildung. Nutzen Sie die Weiterbildungsangebote, die sich ihnen bieten - wie die Seminare der Landwirtschaftskammer und DEULA oder auch der Bildungsstätte des Deutschen Gartenbaus in Grünberg.“