Keine Gegensätze: Torfabbau und aktiver Moorschutz

Um zu beweisen, dass Torfabbau und aktiver Moorschutz keine Gegensätze sind, lud das Unternehmen Gramoflor unlängst zum ersten Gramoflor Journalistentag ein.

Nachhaltigkeit überzeugend umgesetzt: Das nach ökologischen Kriterien errichtete Gramoflor Verwaltungsgebäude. Bild: Gramoflor GmbH & Co. KG.

Um zu beweisen, dass Torfabbau und aktiver Moorschutz keine Gegensätze sind, lud das Unternehmen Gramoflor unlängst zum ersten Gramoflor Journalistentag ein. 

Bereits seit über 100 Jahren ist das Familienunternehmen Gramoflor in der Torfbranche tätig. In dieser Zeit hat sich viel verändert, so natürlich auch die Art der Torfgewinnung. „Hier haben wir in den letzten Jahren sehr viel dazugelernt, so dass wir heute aus Überzeugung von einer nachhaltigen Torfgewinnung sprechen können“, davon ist der geschäftsführende Gesellschafter Josef Gramann überzeugt. 

Vor dem Hintergrund einer konsequent nachhaltig ausgerichteten Arbeitsweise vertritt Gramoflor Geschäftsführer Josef Gramann die Ansicht, mit dem natürlichen Rohstoff NORDDEUTSCHER TORF nicht nur einen optimalen und unverzichtbaren Substratausgangsstoff für den Erwerbsgartenbau bereitzustellen, sondern auch einen wichtigen Beitrag zum aktiven Moorschutz zu leisten. Dabei muss man wissen, dass der Torfabbau heute keinesfalls auf intakten Mooren erfolgt. Durch eine vorangegangene Torfgewinnung ist es möglich aus vormals degradierten und größtenteils landwirtschaftlich vorgenutzten sog. „Torflagerstätten“ lebende Moore und ökologisch wertvolle Naturlandschaften zu entwickeln. 

Bereits während der Torfgewinnung im eigens durch Gramoflor entwickelten „Ober-Unterfeld-Verfahren“, das aus Sicht von Josef Gramann für die erfolgreiche Renaturierung unverzichtbar ist, werden die ersten Maßnahmen zur Etablierung eines lebenden Hochmoores eingeleitet. Innerhalb weniger Jahre bilden sich so erneut zusammenhängende Torfmoosteppiche und moortypische Flora und Fauna kehren zurück. 

Gramoflor engagiert sich weit über das gesetzlich geforderte Maß hinaus für die erfolgreiche Wiederherstellung einer der wohl faszinierendsten und ursprünglichsten Landschaftsformen der Welt. In diesem Zusammenhang ist auch die Stiftung Lebensraum Moor zu nennen, die 2012 als gemeinnützige Naturschutzstiftung bürgerlichen Rechts von der Gramoflor GmbH & Co. KG ins Leben gerufen wurde. Wesentliche Motivation für die Stiftungsgründung war der Wunsch sicherzustellen, dass die Pflege der heranwachsenden Moore auch nach dem Rückzug des Unternehmens aus dem jeweiligen Torfabbaugebiet langfristig finanziert und begleitet wird. Nur so haben die ehemals bewirtschafteten Flächen wieder eine Chance, sich dauerhaft zu ökologisch wertvollen Naturlandschaften wie lebenden Hochmooren, artenreichen Biotopen oder nährstoffarmen Leegmoorflächen zu entwickeln, an denen auch nachfolgende Generationen sich erfreuen können. 

Die Stiftung Lebensraum Moor folgt dem Leitgedanken zu einem respektvollen und verantwortlichen Umgang mit der Natur beizutragen und bezweckt die Förderung des Moor- und Naturschutzes, der ökologischen Bildung und der Forschung und Entwicklung. 

In Zusammenarbeit mit der Universität Münster und dem Institut für Landschaftsökologie (ILÖK) wurde 2013 ein Projektkonzept entwickelt, um die Etablierung von Torfmoosen, hier sind vor allem die für die Torfbildung wichtigen Bulttorfmoose zu nennen, auf wiedervernässten Hochmooren wissenschaftlich zu begleiten und zu dokumentieren. Weitere Informationen zur Stiftung Lebensraum Moor finden Sie unter www.stiftung-lebensraum-moor.de.

Seit 2011 gibt es bei Gramoflor eine eigene Abteilung für Forschung und Entwicklung, um innovative und zukunftsfähige Lösungen für den Gartenbau zu erarbeiten. Wohlwissend, dass der Rohstoff „Torf“ ein endliches Gut ist, wird er bei der Erden- und Substratherstellung so ressourcenschonend wie möglich eingesetzt. 

Demzufolge wird im Bereich der alternativen Substratausgangsstoffe bei Gramoflor kräftig geforscht. Das Unternehmen setzt auf regionale und nachwachsende Rohstoffe wie z.B. die Bio-Holzfaser LIGNOFIBRE®, die den Rohstoff Torf ideal ergänzt. 

Ganz besonders stolz ist das Unternehmen auf die Neuentwicklung MO•COMBI®. Dabei handelt es sich um einen natürlichen Vitalstoff, der zur Stärkung der Pflanze beiträgt und für mehr Kultursicherheit sorgt. (Gramoflor)