INDEGA: Diskussion über Strukturwandel im Gartenbau

Ein Workshop unter der Leitung von Dr. Marianne Altmann (Co Concept) bestimmte einen großen Teil der Mitgliederversammlung der Interessenvertretung der deutschen Industrie für den Gartenbau (INDEGA) in Nürnberg.

Ein Workshop unter der Leitung von Dr. Marianne Altmann (Co Concept) bestimmte einen großen Teil der Mitgliederversammlung der Interessenvertretung der deutschen Industrie für den Gartenbau (INDEGA) in Nürnberg. Ziel war es, die Position der INDEGA im derzeitigen deutschen und weltweiten Gartenbau zu definieren. „Sie sind gut aufgestellt und strukturiert. Damit müssen sie keine grundlegenden Veränderungen vornehmen. Ihre Ziele und die Wünsche der Mitglieder sind weitgehend deckungsgleich“, zog Dr. Altmann am Ende der intensiven Diskussionen ein erstes positives Fazit.

Zuvor hatten die Mitglieder in verschiedenen immer wieder neu zusammengesetzten Tischrunden intensiv die Gelegenheit genutzt, die Situation im deutschen Gartenbau aus ihrer Sicht zu kommentieren. Als sehr befruchtend für die Diskussion stellte sich dabei die Heterogenität der Mitgliedschaft heraus. Die unterschiedlichen Sichtweisen verschiedener Fachrichtungen öffneten den Blick und führten zu neuen Erkenntnissen.

Präsident Frank Lock zeigte sich erfreut über die rege Beteiligung und die Offenheit in der Diskussion. „Mich hat besonders beeindruckt, dass sich alle Unternehmer eingebracht haben und keiner gemauert hat“, stellte er fest. Der Leitgedanke der INDEGA, Netzwerk für den Austausch kleinerer und mittlerer Industrieunternehmen und Pflanzenproduzenten aus dem deutschen Gartenbau zu sein, hat sich als lebendiges und tragfähiges Model für die Zukunft erwiesen. „Wir haben in den vergangenen zwei Jahren eine recht lebhafte Veränderung in der Mitgliedschaft beobachtet, deshalb war es wichtig, einmal gemeinsam über die künftige Entwicklung nachzudenken“, erklärt Lock den Ansatz.

Als wichtige Punkte für die Arbeit hat Harald Braungardt, geschäftsführendes Präsidiumsmitglied, weiterhin die gemeinsamen Auftritte auf Messen im In- und Ausland sowie die Information über neue Märkte ausgemacht. „Es war beeindruckend wie viele Anregungen von den Mitliedern kamen. Genau das ist so wertvoll für die Gemeinschaft.“ Die Fülle an Information bereitet Altmann jetzt für das Präsidium auf. „Es hat sich schon gezeigt, dass die Mitglieder grundsätzlich einverstanden sind, aber doch an der einen oder anderen Stelle noch Verbesserungspotenziale sehen“, stellte sie fest. Die INDEGA habe sich aber den Veränderungen im Markt gestellt, mit dem Ansatz, diese für die Mitglieder zu nutzen.

Als sehr hilfreich für den Einstieg in die Diskussion empfanden die Mitglieder ein Impulsreferat von Manfred Klunke, Vorstandsvorsitzender der Gartenbau Versicherung, die selbst Mitglied in der INDEGA ist. Er machte mit Zahlen und Fakten deutlich, wie stark die Veränderungen im deutschen Gartenbau tatsächlich sind. Dabei ging es nicht nur um den Rückgang der Betriebe, sondern auch um den höheren Technisierungsgrad in der Gemüse- und Beerenobstproduktion sowie die regionalen Veränderungen.

Die Mischung von Fachinformation und Diskussion forderte die Mitglieder mehr als bei derartigen Versammlungen üblich. Sie brachte aber auch viele neue direkte Kontakte und Ideen. Die Tagung hat zahlreiche Impulse gegeben, die die Mitglieder nun gemeinsam mit Leben füllen sollten. Die INDEGA hat sich dabei als eine bunte Plattform erwiesen, in der sich das Mitarbeiten lohnt. Infos zu den Aufnahmebedingungen sind über info@indega.de zu bekommen. (INDEGA)