Handel startet gemeinsames Rückstandsmonitoring

Einzelhandelsunternehmen und der Handelsverband Deutschland (HDE) starten ein gemeinsames Rückstandsmonitoring für Pestizide in Obst und Gemüse.

Einzelhandelsunternehmen und der Handelsverband Deutschland (HDE) starten ein gemeinsames Rückstandsmonitoring für Pestizide in Obst und Gemüse. Hierzu erklärte HDE-Hauptgeschäftsführer Stephan Tromp:

Die Handelsunternehmen Edeka, Globus, Kaiser`s Tengelmann, Metro (Real, Metro Cash & Carry, Kaufhof), Rewe und tegut... starten ein gemeinsames Rückstandsmonitoring (OGM) von Pestiziden in Obst und Gemüse. Der Handelsverband Deutschland betreut diese Datenbank über seine Tochter HDE Trade Services GmbH. Die bislang unterschiedlichen Vorgehensweisen beim Rückstandsmonitorng werden harmonisiert. Daraus folgt ein besserer Überblick, eine einheitliche Risikoanalyse und -bewertung. Das gemeinsame Rückstandsmonitoring soll zur Überprüfung der Einhaltung der zulässigen Rückstandshöchstgrenzen von Pflanzenschutzmitteln bei der Produktion von Obst & Gemüse dienen. Es soll helfen, Fehlentwicklungen beim Einsatz von Pestiziden schneller zu erkennen und langfristig die Qualität von Obst und Gemüse zu verbessern.

Weltweit werden mehrere hundert Wirkstoffe beim Anbau von Obst und Gemüse verwendet. Innerhalb der Europäischen Union gelten gesetzliche Grenzwerte für Rückstände. Es ist erklärtes Ziel aller Handelshäuser, ihren Kunden Waren von hoher Qualität zur Verfügung zu stellen. Aus diesem Grund sind die gesetzlichen Grenzwerte ein Mindeststandard. Vielmehr ist es aber das Ziel, die Belastung von Obst und Gemüse mit Pestiziden zu minimieren. Der Handel führt daher seit Jahren Reduktionsprogramme durch, die Wirkung zeigen.

Das Vorgehen von Nicht-Regierungsorganisationen, mit Hilfe selbst gewählter willkürlicher Bewertungen in der Öffentlichkeit den Eindruck zu erwecken, es bestände eine Gefährdung der Verbraucher, ist Panikmache und abzulehnen. (HDE)