Großbritannien: Keine Importe aus Xylella-Regionen

Erzeuger, Einzelhändler und Landschaftsgärtner in Großbritannien haben erklärt, künftig keine Wirtspflanzen aus Regionen in Europa zu kaufen, wo Xylella bereits auftritt.

Oleander gilt unter anderem als Wirtspflanze von Xylella. Bild: GABOT.

Auf der Internetseite der Horticultural Trades Association (HTA) wurde eine Liste von Baumschulen, unabhängigen Gartencentern, Gärtnereien und Landschaftsgestaltern veröffentlicht, die beschlossen haben, nicht mehr Pflanzen aus Xylella-infizierten Regionen importieren zu wollen. Regionen bedeute einem HTA-Sprecher zufolgen nicht Länder, aber bestimmte Bereiche, die bereits Xylella ausgebrochen ist. Derzeit gibt es große Ausbrüche in den Provinzen Lecce und Brindisi in Süditalien, in der Provence Alpes Côte d'Azur (PACA) (Südfrankreich und Korsika), auf Mallorca, Menorca und Ibiza und der Region Alicante auf dem spanischen Festland. Auch in Deutschland wurde ein Ausbruch festgestellt. Dieser ist im Vergleich zur Befallssituation in Italien oder Frankreich aber relativ klein.

Neben dem Befall von Polygala myrtifolia, Olea europaea, Rosmarinus officinalis und Lavandula macht den Briten besonders der Befall von Prunus Sorgen. Beispielsweise wurde auf Mallorca ein Befall verschiedener Prunus-Arten festgestellt; weil Prunus domestica (Pflaume) eine bedeutende Obstkultur auf der Insel ist, soll hier besondere Vorsicht herrschen.

Nerium oleander wird bisher in großen Mengen aus Spanien und Italien importiert, aber es kommt auch Ware über die Niederlande und Belgien nach Großbritannien. Dort wird der Oleander auf verschiedenste Weise vermarktet und landet in allen Vertriebskanälen, was zu eine raschen landesweiten Verteilung einer einzelnen (infizierten) Lieferung führt. Allerdings gilt ein Überleben Draußen in Großbritannien als unwahrscheinlich.