GrootGroenPlus 2020: Keine Präsenzmesse

Die GrootGroenPlus 2020 wird vom 30. September bis 2. Oktober nicht als Präsenzveranstaltung, sondern in Form einer umfangreichen digitalen Plattform über die Bühne gehen.

Die GrootGroenPlus 2020 wird vom 30. September bis 2. Oktober nicht als Präsenzveranstaltung statt.

Vorstand und Messemanagement der GrootGroenPlus haben nach ausführlicher Bewertung der aktuellen Situation eine Entscheidung getroffen: Die Messe wird nicht als Präsenzveranstaltung, sondern in Form einer umfangreichen digitalen Plattform über die Bühne gehen. Bestehende Anmeldungen und Anzahlungen behalten ihre Gültigkeit für die Präsenzmesse, die vom 6. bis 8. Oktober 2021 stattfinden wird. Für Aussteller entstehen somit 2020 keine Kosten für die Teilnahme an der virtuellen Messe.

Die Covid-19-Situation sorgt für Unsicherheit und Unklarheiten, besonders in der Messelandschaft. Niemand hat eine Glaskugel. Auch Experten sind sich nicht immer einig. Obwohl die Verantwortlichen zunächst bis 1. September mit der Entscheidung warten wollten, war man nun der Meinung, über ausreichend Informationen und Erkenntnisse zu verfügen, um schon jetzt eine fundierte Entscheidung zu treffen.

Pandemie

Die GrootGroenPlus hat von Anfang an klargestellt, keinerlei Risiko für die Gesundheit der Menschen, die an der GGP beteiligt sind, eingehen zu wollen. Als die Prognosen immer besser wurden, hatte man beschlossen, die Vorbereitungen für sowohl die physische als auch die virtuelle Messe fortzusetzen. Dass dies möglich war, verdankte man unter anderem dem Engagement der Aussteller und Lieferanten.

Machbarkeit

Man könne nicht ausschließen, dass Covid-19 auch in den kommenden Jahren zu einer Neuorganisation der Abhaltung und des Besuchs von Fachmessen führen wird. In diesem Jahr hing die Abhaltung einer Präsenzveranstaltung unter anderem von den Ausbrüchen des Virus in der ganzen internationalen Baumschulbranche und auf der ganzen Welt, ab. Ein anderer Faktor war der Erhalt der erforderlichen Genehmigung. Diesbezüglich war man von den Behörden und den geltenden Vorschriften abhängig. "Im Laufe der Zeit, die wir uns genommen haben, um unsere Entscheidung abzuwägen, stellte sich heraus, dass wir bereitet gewesen wären. Covid-19 und die Sicherheit erfordern Änderungen und Flexibilität, aber dies hätte keine Probleme verursacht", sagen die Verantwortlichen. "Sehr wohl vor Probleme stellte uns hingegen die vor Kurzem eingeführte Regel, dass der Ausbruch von Infektionen zu einer Schließung von bis zu 14 Tagen führen kann. Dies kann während des Aufbaus und der Messetage zu Problemen führen. Obwohl wir davon ausgehen, dass sich jeder an die Regeln hält, geht es immer noch um viele Menschen und somit viele Unternehmen sowie ehrenamtliche Organisationen. Wir sind daher zu dem Schluss gekommen, dass wir es nicht verantworten können, solche nicht versicherbaren Risiken mit dem Geld unseres Sektors einzugehen. Zudem lauten die Grundregeln in den meisten Ländern immer noch: möglichst von zu Hause aus arbeiten und Menschenansammlungen vermeiden".

Kommerzielle Möglichkeiten

Die GGP-Plattform ist so eingerichtet, dass sie einen Mehrwert für das Ergreifen kommerzieller Chancen im Baumschulsektor bieten soll. Die aktuelle Coronakrise stellt eine Bedrohung für den Absatz dar. Der Baumschulsektor ist daran gewöhnt, mit Bedrohungen umzugehen und verfügt über eine gute Regenerationsfähigkeit, um aus eigener Kraft Problemen die Stirn zu bieten. Dies war auch die Motivation der Veranstalter, sich mit aller Kraft bis zuletzt zu bemühen und zwei Wege parallel zu beschreiten. In den letzten Wochen konnte jeder feststellen, dass die Prognosen für die zweite Corona-Welle im Herbst 2020 von den Experten korrigiert wurden und diese wahrscheinlich bereits viel früher eintreten wird. Auch diese Feststellung führte dazu, dass man sich die Frage stellen mussten, ob die Abhaltung einer Präsenzmesse wünschenswert ist. Die weitere Änderung der Pläne hätte zudem zur Folge haben können, dass die charakteristische Atmosphäre der GGP sehr leidet und es nicht mehr möglich ist, die gewünschte Qualität zu gewährleisten. Eine Verbreiterung der Wege, eine Einbahnregelung, das Trennen von Menschenströmen, ein Zeitfenster für Besucher, zusätzliche Shuttlebusse, Ausweichstellen, 100 Sitzplätze und Wachleute hätten u. a. durch Änderungen in der Organisation den Vorschriften entsprechend umgesetzt werden können. Dieses Wissen und diese Erfahrung werde man selbstverständlich für die 31. Auflage im Jahr 2021 und die Groenbeurs Zundert am 20. und 21. Januar 2021 berücksichtigen.

Die steigende Zahl der Infektionen in der direkten Umgebung und im Rest der Welt in Kombination mit den neu eingeführten Maßnahmen sorgt jedoch für potenzielle Probleme beim Aufbau, zögerliches Verhalten von Ausstellern und Besuchern sowie Reiseverbote und dadurch für eine weitere notwendige Einschränkung der Aussteller- und Besucherzahl. Dies hat selbstverständlich Folgen für das Budget und die Atmosphäre.

Besucher

Die vor Kurzem aktivierte Besucher- und Presseanmeldung war ein zusätzlicher Gradmesser für das Gefühl der Besucher. Es hat sich klar gezeigt: Die Anzahl der Personen, die schon jetzt bekannt geben, die Messe sicher besuchen zu wollen, ist erheblich niedriger als in früheren Jahren. Über die Gründe hierfür könne man nur spekulieren, aber es ist sehr wahrscheinlich, dass dies mit der Unsicherheit zu tun hat, die derzeit nun einmal besteht. Schlechte Messeergebnisse und eine weniger gute Atmosphäre können in späteren Jahren zu einer Abnahme der Aussteller- und Besucherzahl führen. Das ist, unabhängig von den Risiken, die für eine Messe hinsichtlich Schließungen und Absagen aufgrund von Krankheitsausbrüchen bestehen, ebenfalls nicht wünschenswert.

"Wenn wir alle Für und Wider in Bezug auf die Abhaltung einer Präsenzmesse abwägen, können wir nur zu dem Schluss kommen, dass wir die für dieses Jahr erhaltenen Anmeldungen auf die Auflage vom 6. bis 8. Oktober 2021 umbuchen und in diesem Jahr eine (kostenlose) umfangreiche digitale Plattform als Service für die angemeldeten Aussteller bieten. Wir sind auf die Eineinhalb-Meter-Gesellschaft vorbereitet und haben viele Möglichkeiten für ein gutes digitales Programm, dem ohne Maßnahmen und Behinderungen beigewohnt werden kann", sagen die Veranstalter.

Kommunikationsplan

"Für die Bekanntgabe unserer Entscheidung haben wir uns entschieden, den einzig richtigen Weg zu wählen: zuerst jene zu informieren, die uns ihr Vertrauen geschenkt haben und den eingeschlagenen Weg mitgegangen sind, darunter die 150 Aussteller und 31 Lieferanten, und danach jene, für die es ansonsten wichtig ist. Unsere Zweigleisigkeit und die hierfür erforderlichen doppelten Arbeiten haben unter anderem dank deren Beteiligung dafür gesorgt, dass wir die Möglichkeit hatten, eine Absage möglichst lange hinauszuzögern. Hätte sich die positive Stimmung von Anfang des Sommers fortgesetzt, hätten wir nun die erforderlichen Bestellungen vorgenommen. Trotzdem werden wir im Jahr 2020 investieren: Wir haben dies nun für die Präsenzmesse 2021 und die virtuellen Möglichkeiten für 2020 getan".