Gärtnerei Umbach: Erste Bioland-Christrosen im Angebot

"Bio" heißt auch im Zierpflanzenanbau, komplett auf chemischen Pflanzenschutz und mineralische Düngung zu verzichten.

„Bio“ heißt auch im Zierpflanzenanbau, komplett auf chemischen Pflanzenschutz und mineralische Düngung zu verzichten. Als Sorten haben sich die schwäbischen Gärtner kompakte Sorten von Züchter Heuger aus Münster ausgewählt: Winterstar, Joshua, Jonas, Jaspar, Jesko und Jubelio. „Die Jubelio ist wirklich ein Grund zum Jubeln und könnte im konventionellen Anbau nicht schöner sein“, freut sich Gärtnermeisterin Claudia Dederer. Zwischen der Kalenderwoche 14 bis 16 werden die einjährigen Jungpflanzen in Töpfen mit 14 Zentimetern Durchmesser gepflanzt. Als Substrat dient eine Mischung aus Weißtorf, Kompost, Kokos und Holzfasern. Die Christrosen bevorzugen luftdurchlässige, etwas höhere Tontöpfe, damit die Wuzeln reichlich Luft bekommen. Doch auch in den für Transport praktischeren Kunststoff-Töpfen sind sie dieses Jahr gut geraten.

Auf dem Weg zur kompletten Bio-Gärtnerei war nach Gojipflanzen, Frühlingsblühern, Beet- und Balkonpflanzen die Helleborus-Staude das letzte Gewächs, das es umzustellen galt. „Christrosen verzeihen keine Fehler“, hat der Inhaber der Gärtnerei, Klaus Umbach, lernen müssen. Besonders der Luft-Wasserhaushalt im Boden müsse stimmen. Nasse Füße vertrügen sie gar nicht. Als organischen Dünger bekommen die Bioland-Pflanzen Schafwollpellets und Horngries mit in den Topf. Später erhalten sie über das Gießwasser noch einen organischen Bioflüssigdünger. Ein Cocktail aus Kräuterauszügen, homöopathischen Mitteln und effektiven Mikroorganismen hält die weißen Winterblüher fit. So gehegt und gepflegt braucht die Bio-Christrose nicht länger als ihre konventionelle Kollegin, um reif für den Markt zu sein. Allerdings ist sie etwas kleiner und kompakter. Dafür braucht sie dann auch nicht mit den im konventionellen Zierpflanzenanbau üblichen Wachstumsregulierern künstlich klein gehalten zu werden.

Die Bioland-Christrosen werden über Fachgeschäfte und den regionalen Fachgroßhandel an Endkunden verkauft. Für den Großhandel sind die Bioland-Christrosen über Weiling-Bio-Großhändler (Ulm-Lonsee und Coesfeld) und Willmann/paxan als regionaler Bio-Großhändler zu beziehen. Im süddeutschen Raum auch über Landgard Cash+Carry-Märkte (nur auf Bestellung).