Düsseldorf: Lossprechung für 131 junge Gärtner auf Schloss Dyck

Für insgesamt 131 junge Frauen und Männer aus dem Berufsschulbezirk Düsseldorf ist ihre gärtnerische Ausbildung erfolgreich zu Ende gegangen.

Insgesamt 131 junge Gärtnerinnen und Gärtner wurden auf einer zentralen Feier im „Zentrum für Gartenkunst und Gartenkultur“ auf Schloss Dyck freigesprochen. Das Bild zeigt die Absolventen, die ihre Urkunden persönlich entgegen nahmen, mit den Ehrengästen. Bild: Christian Weber.

Im Rahmen einer zentralen Lossprechungsfeier auf Schloss Dyck konnten damit 28 Absolventen mehr als im Vorjahr als Fachkräfte in den Berufsstand der Gärtner aufgenommen werden. Die überwiegende Mehrheit stellte mit 89 Absolventen die Fachrichtung Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau. Die anderen neuen Fachkräfte erlernten den Gärtnerberuf in den Fachrichtungen Friedhofsgärtnerei, Zierpflanzenbau, Baumschule, Staudengärtnerei, Obstbau und Gemüsebau. Bei der Lossprechung wurden drei Absolventen für ihre herausragenden Abschlussnoten besonders geehrt: die Landschaftsgärtner Mathias Müller, Julius Scholz und Maurice Fromm. Herausragende Leistungen in den Abschlussprüfungen hatten zudem der Staudengärtner Jan Alexander Wieczorek und die Zierpflanzengärtnerin Nadine Kurz erbracht, die aber an der Feier nicht teilnehmen konnten. Letztlich stellten alle jungen Gärtnerinnen und Gärtner dar, wie vielfältig die Möglichkeiten in den diversen Bereichen des Gartenbaus sind. H. Christian Leonhards, Präsident des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Nordrhein-Westfalen, ermutigte die jungen Gärtnerinnen und Gärtner, sich weiterzubilden und die hervorragenden Zukunftschancen zu nutzen.

Darauf eingegangen wurde auch in einer Talkrunde, deren Moderation die ZDF-Redakteurin Stephanie Schmidt übernommen hatte und die dazu mit Lutz Lienenkämper, Minister der Finanzen NRW, einen Vertreter der Landesregierung begrüßen konnte. Wie der Minister deutlich machte, erfahren die handwerklichen Berufe in der Gesellschaft derzeit nicht die Wertschätzung, die sie eigentlich verdienen. Zudem seien darunter tolle Berufe zu finden – wie auch im Gartenbau. Besonders in der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau gibt es seinen Worten zufolge viele Möglichkeiten, Kreativität auszuleben und „in der Natur mit der Natur“ zu arbeiten.

Dass der aktuelle Nachwuchs die Arbeit als Gärtner oft nicht nur als interessanten Beruf, sondern auch als Berufung sieht, erfuhr Moderatorin Stephanie Schmidt im Interview auf der Bühne mit dem Landschaftsgärtner Mathias Müller und dem Friedhofsgärtner Colin Grimlowski. Müller hat erst spät mit der Ausbildung begonnen, aber schnell erkannt, dass er den richtigen Beruf für sich gefunden hat. Besonders gefällt dem 32-Jährigen daran, „der Welt beim Aufwachen zuzuschauen“. Am 1. August tritt er eine neue Stelle an mit dem Ziel, in zwei bis drei Jahren die Meisterschule zu besuchen.

Auch Grimlowski ist sich sicher, die richtige Berufswahl getroffen zu haben. Als Friedhofsgärtner mag der 24-Jährige neben der Arbeit in einem ruhigen Umfeld, dass er seltener als in den anderen Gärtnerberufen mit Kunden Kontakt hat. Er ist dennoch alles andere als menschenscheu – und sich sicher: „Gärtner sind sexy.“ (GaLaBau-NRW)