Copa & Cogeca: Stabile und stärkere GAP nach 2020 notwendig

In Reaktion auf die Ankündigung von EU-Kommissionspräsident Juncker, dass 2017 eine Mitteilung zur zukünftigen GAP präsentiert werde, betonten Copa & Cogeca, dass es in Zukunft einer einfacheren, gemeinsamen, stabilen und stärkeren GAP bedürfe, welche einen wettbewerbsfähigen, marktorientierten EU-Agrarsektor gewährleistet.

In Reaktion auf die Ankündigung von EU-Kommissionspräsident Juncker, dass 2017 eine Mitteilung zur zukünftigen GAP präsentiert werde, betonten Copa & Cogeca, dass es in Zukunft einer einfacheren, gemeinsamen, stabilen und stärkeren GAP bedürfe, welche einen wettbewerbsfähigen, marktorientierten EU-Agrarsektor gewährleistet.

In Brüssel sagte Copa-Cogeca-Generalsekretär Pekka Pesonen: „Die Land- und Forstwirtschaft der EU sind von grundlegender Bedeutung für die Versorgung mit hochwertigen Lebensmitteln sowie den Erhalt attraktiver und bestandsfähiger ländlicher Gebiete, die Schaffung von Wachstum und Arbeitsplätzen und die Bekämpfung des Klimawandels. Sie bedecken 75% der Gesamtfläche der EU“.

„Um ihr Potenzial jedoch zu optimieren, brauchen wir in Zukunft eine stärkere Gemeinsame Agrarpolitik (GAP), die Einfachheit groß schreibt und mit weniger Bürokratie für Landwirte und Verwaltungen verbunden ist. Sie muss stabil und nachhaltig sein, mit gemeinsamen Regeln für alle, sodass gleiche Ausgangsbedingungen gewährleistet sind. Sowohl die erste als auch die zweite Säule der GAP müssen nach 2020 erhalten bleiben und durch einen gut aufgestellten Haushalt gestützt werden. Dies ist angesichts der Tatsache, dass die GAP lediglich weniger als 1% der gesamten öffentlichen Ausgaben der EU ausmacht, von großer Bedeutung – ein gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis. Der zunehmenden Volatilität auf den Märkten muss stärker entgegengewirkt werden, um den Landwirten ein faires, marktbasiertes Einkommen zu sichern“.

„Die Infrastruktur und Zugang zu Breitbandverbindungen in ländlichen Gebieten müssen ebenfalls verbessert werden, sodass wir unsere Unternehmen weiterentwickeln und von intelligenter Landwirtschaft und digitaler Technologie profitieren können. Es ist wichtig, dass sowohl die EIB als auch der EFSI einen Beitrag zur Unterstützung betrieblicher Investitionen sowie Investitionen in die Infrastruktur leisten und auf diese Weise die Entwicklung der ländlichen Gebiete und des Agrarsektors fördern“, fügte Pesonen hinzu.

Zusammenfassend sagte er: „Die Landwirte und ihre Genossenschaften müssen in eine aussichtsreichere Zukunft blicken können. Andernfalls wird es nicht möglich sein, die jüngere Generation zu begeistern und den Generationswechsel oder die Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung zu sichern. Wir werden unsere Arbeit an dem Thema fortsetzen, sodass wir zur öffentlichen Konsultation der EU-Kommission im Januar beitragen und sicherstellen können, dass wir in Zukunft eine nachhaltige und wettbewerbsfähige GAP haben“.