BVL: Task-Force Pflanzenschutzmittelrückstände

Am 17. Oktober 2017 tagte die Task-Force Pflanzenschutzmittelrückstände in Lebensmitteln beim BVL.

Ein Schwerpunkt der Arbeitsgruppe war die Befundaufklärung von verschiedenen Pflanzenschutzmittelrückständen in Lebensmitteln. Dabei kam die Arbeitsgruppe zu dem Ergebnis, dass auf Grund der Vorarbeiten einer Unterarbeitsgruppe bestimmte Rückstände nicht auf die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln zurückzuführen sind, sondern vielmehr aus unterschiedlichen Herkünften stammen können und es sich bei den Substanzen um sogenannte Multiple-Source-Substanzen handelt.

Dies gilt unter anderem z. B. für Rückstände von Phosphonsäure, die zum Beispiel entweder aus der Anwendung eines Pflanzenschutzmittels oder aber auch aus bestimmten Düngemitteln stammen können. Darüber hinaus ist davon auszugehen, dass Phosphonsäure eine gewisse Verweildauer in der Umwelt besitzt und somit konnten auch immer wieder Rückstände in unbehandelten Kontrollen nachgewiesen werden.

Als Ergebnis der Task-Force Pflanzenschutzmittelrückstände ist deshalb festzuhalten, dass bei der Bewertung von Pflanzenschutzmittelrückständen in Lebensmittel nicht ohne Hinterfragung der Hintergründe kommuniziert wird, sondern vielmehr auch darauf abgestellt wird, aus welchen Quellen Rückstände entstehen können und diese nicht immer auf den aktiven Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zurückzuführen sind. Die Arbeitsgruppe Task-Force Pflanzenschutzmittelrückstände in Lebensmitteln beim BVL wird sich in Zukunft verstärkt der möglichen Ursachen für RHG-Überschreitungen außerhalb des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln annehmen. (Quelle: BOG)