Bundesausschuss Obst und Gemüse: Tagte in Berlin

Am Mittwoch, 28. März, tagte in Berlin der Bundesausschuss Obst und Gemüse (BOG) unter Vorsitz von Gerhard Schulz. Die Tagungsteilnehmer befassten sich mit allen aktuellen Themen, die den Obst- und Gemüsemarkt betreffen.

Am Mittwoch, 28. März, tagte in Berlin der Bundesausschuss Obst und Gemüse (BOG) unter Vorsitz von Gerhard Schulz. Die Tagungsteilnehmer befassten sich mit allen aktuellen Themen, die den Obst- und Gemüsemarkt betreffen. Angefangen von der Änderung des Pflanzenschutzrechtes über die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik nach 2013 mit den Direktzahlungen und der Gemeinsamen Marktordnung für landwirtschaftliche Erzeugnisse, der Qualitätssicherung für Obst und Gemüse bis hin zur Situation auf den Märkten. 

Mit Ministerialrat Dr. Wolfgang Zornbach vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) diskutierten die BOG-Mitglieder über das neue Pflanzenschutzgesetz und den damit in Verbindung stehenden nationalen Aktionsplan zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln. Insbesondere forderten die Mitglieder des Bundesausschusses den künftigen Sachkundenachweis einfach und praktikabel zu gestalten, damit weiterer bürokratischer Aufwand von den Betrieben ferngehalten werde. Dabei seien zwingend einige Termine zu beachten: Der 26. Mai 2015 wird der letzte Tag für Anträge auf Ausstellung des Sachkundenachweises sein; mit dem 1. Januar 2013 beginnt die Drei-Jahres-Frist für Fortbildungen und mit dem 26. November 2015 laufen alle bisher gültigen Sachkundenachweise aus. 

Mit der erforderlichen Anpassung in der Pflanzenschutzgeräteverordnung sei die Prüfpflicht der Pflanzenschutzgeräte zu regeln. Hier fordern die Mitglieder des BOG entsprechend der europäischen Richtlinie eine Anpassung des Prüfrhythmus auf drei Jahre. Zu den im nationalen Aktionsplan zu verankernden Leitlinien für den integrierten Pflanzenschutz stellten sie fest, dass die spezifischen Leitlinien für den Obst- und Gemüsebau erarbeitet und dem BMELV vorgelegt worden seien. 

Über das QS-System berichtete Wilfried Kamphausen von der QS Qualität und Sicherheit GmbH. Kamphausen stellte heraus, dass das Benchmarking-Verfahren 2012 mit GlobalGAP zu einem Abschluss gebracht werden konnte und bereits die Auditierungen nach der QS-GAP-Leitfaden-Version 3.0 seit dem 1. Januar 2012 liefen. 

Über die Situation auf den Märkten informierte Dr. Hans-Christoph Behr von der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI). Die Märkte für Obst und Gemüse gestalteten sich zu Beginn des Jahres recht freundlich, die Apfelmärkte bewegten sich auf stabilem Niveau, so Behr, allerdings unter den Erlöspreisen aus den Jahren 2010/2011. Der Start in die Gemüsesaison sei bisher allerdings bei noch sehr geringen Mengen positiv gewesen. Negativ seien derzeit allerdings die Preisaussichten bei den Lagergemüsen wie Kohl und Zwiebeln. 

Mit Christiane Hermening vom BMELV diskutierten die BOG-Delegierten über die gemeinsame Marktordnung für landwirtschaftliche Erzeugnisse und hier besonders über den einzuführenden Krisenfonds, um im Falle von Vertrauensverlusten und infolgedessen Kaufzurückhaltung bei den Verbrauchern möglichst zügig reagieren zu können. 

Hinsichtlich der Beschäftigung von Saison- und Aushilfskräften begrüßten die BOG-Mitglieder die Arbeitnehmerfreizügigkeit für rumänische und bulgarische Saisonarbeitnehmer u.a. auch im Obst- und Gemüsebau. (Quelle: BOG)