Brandenburg: Schlechteste Kirschenernte seit 1991

Nach ersten Schätzungen wird die Ernte der Kirschen 2017 mit insgesamt rund 630 t schlecht ausfallen.

Das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg teilt mit, dass derzeit von einer Erntemenge von 230 t Süßkirschen und 400 t Sauerkirschen ausgegangen wird. Damit fällt die Kirschenernte in diesem Jahr um 96% niedriger aus als im Spitzenjahr 1992.

In vielen Betrieben kam es zu Totalausfällen. Die entscheidende Ursache hierfür waren die Frostnächte im April, die genau in die Zeit der Vollblüte fielen.

Die Ertragserwartungen bei Süßkirschen liegen mit 6,1 dt pro Hektar (dt/ha) um 74% unter dem Vorjahresertrag. Bei den Sauerkirschen wird ein Ertrag von 48,3 dt/ha erwartet. Das wären fast 42% weniger als 2016.

Gemessen an der Anbaufläche, stellen Süßkirschen im Land Brandenburg mit rund 380 Hektar weiterhin die zweitwichtigste Obstart nach Äpfeln dar. Der Anbauschwerpunkt befindet sich mit mehr als 56% im Landkreis Potsdam-Mittelmark.

Ertragsfähige Sauerkirschenbäume stehen auf rund 83 Hektar. Damit stieg die Anbaufläche erstmalig seit 2012 wieder leicht an. (Amt für Statistik Berlin-Brandenburg)