"Berufsbilder live": Ehemalige Studierende berichten

Wo arbeiten ehemalige Studierende des Gartenbaus und der Landschaftsarchitektur heute und wie sind sie dorthin gekommen? Der Freundeskreis Hochschule Osnabrück Gartenbau und Landschaftsarchitektur e. V. hatte gemeinsam mit dem Career Center zur Veranstaltung "Berufsbilder live" eingeladen.

Wo arbeiten ehemalige Studierende des Gartenbaus und der Landschaftsarchitektur heute und wie sind sie dorthin gekommen? Der Freundeskreis Hochschule Osnabrück Gartenbau und Landschaftsarchitektur e. V. hatte gemeinsam mit dem Career Center zur Veranstaltung „Berufsbilder live“ eingeladen. Fünf Absolventinnen und Absolventen der Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur berichteten von ihren individuellen Wegen in die Berufswelt. Interessierte Studierende konnten hier wertvolle Tipps sowohl von Unternehmensvertretern als auch von den Ehemaligen zur Vorbereitung in den Berufseinstieg sammeln.

Moderator Frank Mayer erklärte, dass es viele Wege gibt, die zu dem passenden Beruf führen. Ziel der Veranstaltung ist es, den Studierenden die letzten Fragen vor ihrem Abschluss zu beantworten und zukünftige Hürden und Unsicherheiten zu beseitigen.

Landschaftsarchitekt Christian Deppen von der Firma Brinkmann + Deppen aus Sassenberg machte den Studierenden Mut, lange Einarbeitungsphasen von etwa 1-2 Jahren in Kauf zu nehmen. Wegen der hohen Spezialisierung sei es anfangs nicht schlimm, etwas noch nicht zu können. Benedikt Kossen vom Unternehmen Klasmann-Deilmann hob die flachen Hierarchien hervor, die heutzutage immer mehr vorherrschen. „Es wird viel mehr in Projekten gearbeitet“ ergänzte der Personalleiter. „Durch den demografischen Wandel können hier Synergien genutzt werden, wenn man sich von beiden Seiten entgegen kommt“. Bei Klasmann-Deilmann wächst der Mitarbeiteranteil an Hochschulabsolventinnen und -absolventen stetig.

Die Absolventin Dore-Marie Seevers ist nach ihrem Abschluss als Ingenieurin im Produktionsgartenbau bei COMPO EXPERT in Münster tätig. „Mein Werdegang ist wahrscheinlich eher nicht exemplarisch, da ich durch meinen Job als Werksstudentin einen soften Einstieg in die Vollzeitstelle hatte“, gestand sie und gab den Studierenden für ihren Berufseinstieg dennoch die drei P’s mit auf den Weg: Professoren, Praktika und Persönliche Kontakte. „Die Professoren kennen eine Menge Leute und helfen als Berater und Kontakter bei der Jobsuche immer gerne weiter“, regte die Versuchstechnikerin an, die auch durch ihren Professor an den Studentenjob gekommen ist. „Es ist immer gut, konkrete Berufsvorstellungen zu haben, aber man sollte sich nicht zu sehr versteifen“, empfahl sie außerdem, denn für sie gehöre auch immer ein wenig Glück dazu.

Einen etwas anderen Weg schlug Michel Schirmer ein. Nach einer Gärtnerausbildung studierte er Freiraumplanung und arbeitete schon während seines Studiums als Freiberufler. Im Anschluss wagte der Dipl.-Ingenieur direkt den Weg in die Selbstständigkeit und eröffnete ein eigenes Planungsbüro. Den Studierenden machte er Mut, auch das Thema Selbstständigkeit mit Blick auf einen möglichen Berufseinstieg ins Visier zu nehmen.

Mathias Becker, Verkaufsberater bei der Firma „everris“, hat den Einstieg in seine jetzige Position nicht sofort gewagt. Nach seinem Bachelor im Produktionsgartenbau hatte er zunächst im Vertrieb gearbeitet und zwei Jahre später den Master in Agrar- und Lebensmittelwirtschaft abgeschlossen. „Eine führende Aufgabe zu übernehmen hat auch immer etwas mit dem Alter und der Erfahrung zu tun“, bemerkte der Fachberater von Gartenbaubetrieben, der sich nach seinem Master seiner anspruchsvollen Tätigkeit gewachsen sieht.

Die Veranstaltung wurde vom Freundeskreis Hochschule Osnabrück Gartenbau und Landschaftsarchitektur e.V. finanziert.