BdB: Wirbt für Entschädigungsfonds-Konzept

"Die Gefahr der Einschleppung von Quarantäneschädigern durch Handelswege und Touristen nach Deutschland und damit in die Baumschulen ist größer denn je", so der Präsident des Bundes deutscher Baumschulen (BdB) e.V., Helmut Selders.

Der BdB überreichte heute den Abgeordneten des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft den Baum des Jahres 2017, die Fichte. V.l.n.r.: Dr. Wilhelm Priesmeier MdB (SPD), BdB-Präsident Helmut Selders, Dr. Kirsten Tackmann MdB (Die Linke), die Deutsche Baumkönigin 2017 Anne Bente Schnoor, Alois Gerig MdB (CDU), Vorsitzender des Ausschusses, Marcus Kühling, Geschäftsführer des Deutschen Forstvereins e.V., Stefan Meier, Vorstand Stiftung Baum des Jahres ©, Friedrich Ostendorff MdB (Bündnis 90/Die Grünen), Stellv. Vorsitzender des Ausschusses und Katharina Landgraf MdB (CDU). Foto: BdB.

„Erst im vergangenen Jahr hat ein Tourist mit einem Pflanzensouvenir das gefährliche Feuerbakterium eingeschleppt, das jetzt mühsam bekämpft wird.“

Tritt ein solcher Schädiger in oder nahe einer Baumschule auf und wird der Betrieb deshalb amtlich mit einem Vermarktungsverbot betroffener Wirtspflanzen belegt, kommt dies dem wirtschaftlichen Ruin des Unternehmens gleich. Der Baumschul-Entschädigungsfonds soll dem etwas entgegensetzen. Das Konzept des BdB, das bereits dem Bundestag und dem Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) vorliegt, sieht eine Kofinanzierung von Wirtschaft und Staat vor. Der Fonds soll insgesamt mit mehr als 50 Mio. Euro ausgestattet werden.

„Der Fonds ermöglicht einem betroffenen Unternehmen im Falle eines Falles das Überleben. Darüber hinaus ist dies ein wichtiges Signal für den Erhalt des Baumschulstandorts Deutschland. Denn unser Land braucht eine nationale Baumproduktion, um unsere Städte, aber auch die freie Natur und die Wälder mit Bäumen zu versorgen“, so Selders. (BdB)